Erstellt am 20. Januar 2012, 17:29

Fusion: BEWAG hält an Zeitplan fest. Die geplante Fusion der burgenländischen Energieversorger BEWAG und BEGAS beschäftigt längst beide Unternehmen. Mit Beginn des Geschäftsjahres 2012/13, am 1. Oktober dieses Jahres, soll der neue burgenländische Energieversorger am Markt aktiv werden.

bewag  |  NOEN
Gegen den Kauf der BEGAS-Anteile der 110 Kommunen durch das Land regt sich jedoch Widerstand in der Gemeinde Großhöflein: Eine von der Liste Burgenland (LBL) angestrebte Volksabstimmung könnte durch den Fristenlauf den Fahrplan verzögern. Bei der BEWAG gab man sich am Freitag bei der Bilanzpressekonferenz für das Geschäftsjahr 2010/11 gelassen: Man sei optimistisch, dass die Fusion klappen werde, erklärte Vorstandssprecher Michael Gerbavsits.

"Unser interner Prozess läuft weiter, das andere ist Eigentümersache", sagte Gerbavsits: "Wir tun das, was wir tun können, nämlich die Zusammenführung beider Unternehmen optimal vorzubereiten." Natürlich wünsche man sich, dass der Zeitplan halte, weil das weniger Aufwand und weniger Kosten bedeute: "Davon gehen wir jetzt einmal aus und planen auch auf diesen Zeithorizont hinaus." Schon kurz nach der prinzipiellen Einigung zwischen Land und Gemeinden über die Fusion im Jänner des Vorjahres habe man die Kooperation in jenen Bereichen begonnen, die rasch Synergieeffekte ermöglicht hätten, erläuterte Gerbavsits.

So habe man den Fuhrpark gemeinsam ausgeschrieben und auch bei der EDV und in anderen Bereichen zusammengearbeitet. "Wenn alles das eintritt, was berichtet wird, könnte es zu einer zeitlichen Verzögerung kommen. Auf Eigentümerseite ist man natürlich bemüht, das soweit wie möglich aus dem Weg zu räumen und hier wirklich unseren Terminplan einzuhalten", stellte BEWAG-Vorstand Reinhard Schweifer fest. "Sollte es zu einer Verzögerung kommen, ist es natürlich eine gewisse Mehrarbeit", meinte Schweifer: Man müsse eine Zwischenbilanz erstellen, bei der Planung für die Zukunft sei getrennt vorzugehen, weil es sich um zwei getrennte Unternehmen handle. "Es wird vielleicht auch das eine oder andere kosten. Aber es ist kein unüberwindbares Problem."