Erstellt am 28. März 2013, 10:59

Gärtnereien kämpfen mit massivem Umsatzeinbruch. Primeln, Stiefmütterchen, Vergissmeinnicht, Narzissen - alle wollen für den Frühjahrsgarten von Welt gepflanzt werden. Aber: Der lange Winter macht den heimischen Floristen einen Strich durch die Rechnung.

Albert Trinkl, Präsident des Bundesverbandes der österreichischen Gärtner, spricht von einem Umsatzeinbruch von 90 Prozent bei den Frühjahrsblumen im Vergleich zu "durchschnittlichen" Jahren.

Zum Problem des Umsatzeinbruches kommt aber noch ein weiteres: "Jetzt wird schon die Sommerware - also das Beet- und Balkonblumensortiment - teils schon geliefert, aber weil die Frühjahrsblumen noch in den Glashäusern sind, gibt es riesigen Platzmangel", erklärte Trinkl, selbst Gärtner im Burgenland.

"Ein Teil der Gärtner hat schon begonnen, Frühjahrsware zu entsorgen; das Geschäft mit dieser Ware hätte Mitte März voll starten müssen." Die Hobby-Gärntner würden wegen des kalten Wetters schlicht noch nicht zugreifen. Eine Durchschnittsgärtnerei in Österreich mit einer Fläche von 2.500 bis 5.000 Quadratmetern plant laut Trinkl aber im Schnitt 50.000 Euro Frühjahresumsatz ein. "Sie können sich vorstellen, was es bedeutet, wenn man dann nur 5.000 Euro umsetzt." Je größer die Gärtnerei, desto dramatischer wirke sich die aktuelle Situation aus.

Ganz auszumerzen sei das Minus aus dem (so gut wie nicht stattgefundenen) Frühjahrsgeschäft nicht mehr, sagte Trinkl. "Auch wenn es jetzt rasch schön wird, mehr als die Hälfte wird man nicht mehr aufholen können."

Von normalerweise 2 Millionen Primeln, die die heimischen Hobbygärtner normalerweise alleine bei den Gärtnereien kaufen und hernach auspflanzen, wurden heuer beispielsweise nur rund 200.000 verkauft.