Erstellt am 10. August 2011, 14:45

Gasverbrauch sank im ersten Halbjahr. Der Gasverbrauch ist in Österreich im ersten Halbjahr gesunken. Wegen der milderen Witterung war der Heizbedarf geringer, und auch in den Kraftwerken wurde weniger Gas eingesetzt.

Der Gasverbrauch ist in Österreich im ersten Halbjahr gesunken. Wegen der milderen Witterung war der Heizbedarf geringer, und auch in den Kraftwerken wurde weniger Gas eingesetzt. Die Gasabgabe an Endkunden ging in den ersten sechs Monaten 2011 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,5 Prozent auf rund 4,63 Mrd. Kubikmeter zurück, geht aus Daten der Energieregulierungsbehörde E-Control hervor.

Der Inlandsstromverbrauch (ohne Pumpspeicher) stieg leicht um 0,9 Prozent auf 34.422 Gigawattsunden (GWh). Der Gasverbrauch in der Industrie sei in etwa stabil gewesen, sagte E-Control-Gasexperte Michael Schmölzer zur APA. Beim Kraftwerkseinsatz habe es einen Rückgang um rund 10 Prozent gegeben. Bei den Haushalten habe es temperaturbedingte Rückgänge bei der Heizenergie gegeben. Den stärksten Rückgang gab es laut E-Control-Statistik im April (-13,6 Prozent), gefolgt von Juni (-11,3 Prozent) und Jänner (-8,3 Prozent).

Deutlich gestiegen sind im ersten Halbjahr auch die Gasimporte mit einem Plus von 40 Prozent auf 23,3 Mrd. Kubikmeter, unter anderem wegen der stärkeren Speicherbefüllung. Mit der Inbetriebnahme des Gasspeichers 7 Fields und der zweiten Ausbaustufe des Speichers Haidach hat sich das Gasspeichervolumen in Österreich um 2,3 Mrd. auf knapp 7 Mrd. Kubikmeter erhöht.

Billiger dürfte die Gasrechnung für die Haushalte im heurigen Jahr aber voraussichtlich nicht werden. Die meisten Gasversorger haben ab April bzw. Jahresmitte Preiserhöhungen um rund 10 Prozent durchgeführt. Bei im weiteren Jahresverlauf stabilen Preisen und einer ähnlichen Witterung wie im Vorjahr könnte ein Haushalt mit einem Durchschnittsverbrauch von 15.000 Kilowattstunden (kWh) heuer um 40 bis 50 Euro mehr für Gas zahlen, erwartet Schmölzer.