Erstellt am 22. Dezember 2010, 22:51

Gegenwind für Windkraftausbau - Projekt im Burgenland beeinsprucht. Für ein im Raum Mönchhof-Halbturn-Nickelsdorf im Nordburgenland geplantes Windparkprojekt der BEWAG-Tochter Austrian Wind Power (AWP) gibt es nun Gegenwind von juristischer Seite.

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Die Landschaftsschutzorganisation "Alliance For Nature" hat gegen den Genehmigungsbescheid beim Amt der Burgenländischen Landesregierung Berufung eingelegt. Die "zahlreichen bis zu 186 m hohen Windräder" würden die betroffene Umwelt beeinträchtigen und die Vogelwelt gefährden, wurde in einer Aussendung am Mittwoch argumentiert. Bei der BEWAG reagierte man gelassen. "Es läuft alles wie geplant", so ein Sprecher zur APA.

Die geplanten Windenergieanlagen würden allen Naturschutzbemühungen der vergangenen Jahre - insbesondere die Vogelwelt betreffend - sowie nationalen und internationalen Bestimmungen, die auf den Natur- und Landschaftsschutz der Neusiedler-See-Region abzielen, zuwider laufen, hieß es. Die vorgesehenen Ausgleichsmaßnahmen würden nicht auf das betroffene Gebiet abzielen und seien vollkommen unzureichend, erklärte Alliance-Generalsekretär Christian Schuhböck.

Die Landschaftsschutzorganisation fürchtet, dass die UNESCO die Welterbestätte "Fertö - Neusiedler See" auf die "Rote Liste des gefährdeten Welterbes" setze, falls die geplanten Windräder an der Nordostflanke des Neusiedler Sees gebaut werden sollten. Die Behörde werde aufgefordert, die UNESCO sowie den UNESCO-Denkmalbeirat ICOMOS und die IUCN (Weltnaturschutzunion) in das Genehmigungsverfahren einzubinden. Nun sei der Umweltsenat am Zug.

Die Beschwerde habe keine aufschiebende Wirkung, hieß es von der BEWAG. Man gehe davon aus, dass der Genehmigungsbescheid gültig sei und warte auf eine Entscheidung. Alle Maßnahmen und Planungen im Zusammenhang mit dem Projekt würden inzwischen weiterlaufen.