Erstellt am 11. Februar 2014, 09:08

Geisterfahrerstatistik - Meldungen auf Rekordtief. Die Zahl der Geisterfahrer-Meldungen der Ö3-Verkehrsredaktion ist im Vorjahr auf ein Rekordtief gesunken.

Insgesamt 363 Mal wurde österreichweit vor Falschfahrern gewarnt, damit lag der Tagesschnitt erstmals seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1994 unter eins. Nach zwei Jahren ohne Unfall mit Todesfolgen kamen 2013 zwei Menschen durch einen Geisterfahrer ums Leben.

Gegenüber 2012 verringerte sich die Jahreszahl von damals 392 um 29 Meldungen, das sind sieben Prozent. Der stärkste Monat im Vorjahr war der Juni mit 38 Warnungen, im Februar wurden mit 22 Geisterfahrern die wenigsten gezählt.

NÖ erneut Spitzenreiter, Burgenland nicht mehr Letzter

Das Bundesländerranking führte zum sechsten Mal in Folge Niederösterreich an, dahinter folgten die Steiermark und Tirol. Am Ende der Reihung liegt erstmals seit 2008 nicht das Burgenland, sondern Vorarlberg mit den wenigsten Meldungen.

Einen starken Zuwachs (Verdopplung der Anzahl gegenüber 2012) verzeichnete Salzburg, eine leichte Zunahme registrierte das Burgenland, in allen anderen Bundesländern blieb die Anzahl gleich oder ging zurück, am deutlichsten in der Steiermark und in Vorarlberg.

Die Südautobahn (A2) blieb die Autobahn mit der größten Häufigkeit an Geisterfahrern. In Relation zur Gesamtlänge waren auf der Mühlkreisautobahn (A7) die meisten Falschfahrer unterwegs. Das mit Abstand am stärksten betroffene Teilstück in absoluten Zahlen war die Inntalautobahn (A12) im Abschnitt "Tiroler Unterland" zwischen Innsbruck-Ost und Kufstein mit 22 Meldungen.

Samstag mit meisten Meldungen

Bei den Wochentagen führte 2013 der Samstag mit insgesamt 67 Meldungen, gefolgt vom Sonntag. Damit blieb das Wochenende die gefährlichste Zeit. Über den Tag verteilt war am späten Abend zwischen 21.00 und 24.00 Uhr das Risiko, auf einen Geisterfahrer zu treffen, am höchsten. Die meisten Geisterfahrer wurden im Vorjahr am 24. Februar sowie am 1. April gemeldet, an beiden Tagen waren es fünf Warnungen.

Der bisher höchste Wert wurde mit 550 im Jahr 2004 gemeldet, der bisher niedrigste 2011 mit 366 Warnungen. Abseits von Autobahnen und Schnellstraßen wurde 2013 fünf mal auf baulich getrennten Fahrstreifen vor Geisterfahrern gewarnt: Zwei Mal auf der B37 zwischen Krems und Traismauer, ebenso zwei Fälle gab es auf der Nordbrücke in Wien und ein Falschfahrer verirrte sich auf die Brigittenauer Lände in der Bundeshauptstadt.

Während 2013 im ersten Halbjahr die Zahl der Geisterfahrten um fünf Prozent zunahm, wurde in der zweiten Jahreshälfte ein deutlicher Rückgang von 17 Prozent verzeichnet. Zwei Menschen starben am 4. Juli bei einem Unfall mit einem Geisterfahrer auf der Brennerautobahn (A13) bei Schönberg. 2011 und 2012 gab es keine Toten in Folge von derartigen Unfällen. Seit 1987 wurden insgesamt 107 Menschen bei Unfällen mit Geisterfahrern getötet.