Update am 14. November 2017, 11:14

von APA Red

Burgenlands Gemeinden investierten 2016 mehr. Burgenlands Gemeinden haben 2016 trotz höherer Investitionen in die kommunale Infrastruktur und mehr Pflichtausgaben den Schuldenstand verringert, gab Landesrätin Astrid Eisenkopf (SPÖ) am Dienstag bekannt. Einnahmen von insgesamt 676 Millionen Euro standen 2016 Ausgaben von 585 Millionen Euro gegenüber. Die Schulden gingen von 312,3 Millionen Euro (2015) auf 311, 9 Millionen im Vorjahr zurück.

Brigitte Novosel, Astrid Eisenkopf und Irene Bednar von der Gemeindeabteilung  |  Alexandra Gollubics-Prath

Die Pro-Kopf-Verschuldung lag 2016 bei 1.082 Euro, erläuterte die Landesrätin anlässlich der Präsentation der Gemeindefinanzstatistik 2016 in Eisenstadt. Die Haftungen der Kommunen gingen im Vorjahr um sieben Millionen Euro auf 189 Millionen Euro zurück. Die Gemeinden hätten 2016 sehr gut, sparsam und effizient gewirtschaftet, Bürgermeister und Amtsleiter hätten "hervorragende Arbeit" geleistet, so Eisenkopf.

Astrid Eisenkopf  |  BVZ

99,7 Millionen Euro, das sind um 7,7 Millionen mehr als 2015, wurden in Kommunalprojekte investiert. Rund ein Drittel der Investitionen wurde für den Bildungs- und Sozialbereich ausgegeben, beispielsweise für den Aus-, Zu- und Neubau von Schulen, Kindergärten und Sozialeinrichtungen, erläuterte die Ressortchefin. Die übrigen zwei Drittel wendeten die Kommunen für die Daseinsvorsorge auf - z.B. für Straßenbau, Müllentsorgung, Wasserversorgung und Abwasserentsorgung.

Schulden und Haftungen wurden verringert

"Eine Handvoll Gemeinden" stehe im Hinblick auf ihre finanzielle Lage unter Beobachtung. Dabei sei zu bemerken, dass die gestarteten Sanierungskonzepte greifen würden, sagte Eisenkopf. Das gelte etwa auch für Neusiedl am See.

2019 soll das System der Budgetierung der Kommunen von der Kameralistik auf Doppik umgestellt werden. Dies solle eine transparentere Darstellung der Gemeindefinanzen bringen. Burgenlands Gemeinden werde die Umstellung nicht so stark treffen wie in anderen Bundesländern, stellte Brigitte Novosel, die Leiterin der Gemeindeabteilung, fest.

Brigitte Novosel  |  Land Burgenland

Grund dafür sei, dass im Burgenland immer schon sehr viel Wert auf die Vermögensrechnung gelegt worden sei. Die Kommunen seien stets angehalten gewesen, ihr Vermögen auch entsprechend aufzuzeichnen: "Das ist in anderen Bundesländern bis dato nicht wirklich so gehandhabt worden."