Erstellt am 03. Juli 2012, 12:33

Gemeinden 2011 mit weniger Schulden. Burgenlands Gemeinden haben ihre Schulden im Vorjahr um 22,9 Millionen Euro reduziert. Der Schuldenstand ging gegenüber 2010 von 366,1 auf 343,2 Millionen zurück, gab Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl (V) anlässlich der Präsentation der Gemeindefinanzstatistik bekannt.

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Die Einnahmen stiegen im selben Zeitraum von 533,8 auf 540,2 Millionen Euro. Pro Kopf betrugen die Schulden im Vorjahr 1.329 Euro (2010: 1.338). Das Maastricht-Plus der Kommunen stieg von 4,8 Millionen auf 14,3 Millionen Euro. Die freie Finanzspitze (Geld, das Gemeinden ausgeben können, ohne einen Kredit aufnehmen oder Vermögen veräußern zu müssen, Anm.) lag 2011 insgesamt bei 30,4 Millionen Euro, berichtete der Gemeindereferent.

Die Investitionen, die die Gemeinden zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor machen, gingen von 110 Millionen auf rund 90 Millionen Euro zurück. Auf der Ausgabenseite stieg der Aufwand im Bereich Sozialhilfe und Pflege von 38,5 auf 44,5 Millionen Euro. In den kommenden Jahren sei laut Steindl mit einem weiteren Anstieg zu rechnen, denn Prognosen zufolge werde sich die Anzahl der Pflegegeldbezieher bis 2030 um 60 Prozent erhöhen.

Auf kommunaler Ebene soll die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit forciert werden, so Steindl. Dazu gebe es vielfältige Möglichkeiten, beginnend von Zusammenlegung von Bauhöfen und beim Winterdienst über die Errichtung von Wirtschaftsparks und Zusammenarbeit im Bereich der Sozialen Dienste bis zur gemeinsamen Erledigung einzelner Verwaltungsaufgaben, zum Beispiel im Bereich der Baubehörde.