Erstellt am 25. Juni 2013, 12:15

Gemeinden bauten weiter Schulden ab. Burgenlands Gemeinden haben im Vorjahr ihren Schuldenstand von 343,2 auf 331,4 Millionen Euro verringert.

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Die 171 Gemeinden erwirtschafteten 2012 ein Maastricht-Plus von 37,7 Millionen Euro, erklärte Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl (V) am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt.

Die Pro-Kopf-Verschuldung sei von 1.209 Euro im Jahr 2011 auf 1.164 Euro gesunken. Seit 2009 gebe es eine kontinuierliche Abnahme des Schuldenstandes, so der Gemeindereferent. Die Gesamteinnahmen der Kommunen stiegen im Vorjahr von 540,2 auf 648,8 Millionen Euro, die Gesamtausgaben nahmen von 483,2 auf 574,2 Millionen Euro zu.

"Die Investitionen der Gemeinden sind leider Gottes rückläufig", berichtete Steindl. Sie beliefen sich im Vorjahr auf 95,4 Millionen Euro. In früheren Jahren habe die Investitionssumme auch schon bis zu 140 Millionen betragen.

"Die burgenländischen Gemeinden arbeiten wirtschaftlich sehr gut", so der Landeshauptmannstellvertreter. Sie müssten allerdings jeden Euro dreimal umdrehen. Es gebe Kommunen, die vielleicht betreffend die Wirtschaftlichkeit einige Überlegungen anstellen müssten, erklärte Steindl und fügte hinzu: "Eines kann sagen: Es gibt keine Konkursgemeinde." Von 171 Gemeinden hatten im Vorjahr 153 eine positive freie Finanzspitze (gemeint ist der finanzielle Spielraum der jeweiligen Kommune , Anm.), die insgesamt 108 Millionen Euro ausmachte.

Im Rahmen des Prüftätigkeit der Gemeindeabteilung sei es Ziel, alle 171 Gemeinden innerhalb von fünf Jahren vor Ort zu überprüfen, erläuterte Steindl. Im Vorjahr wurden 24 Kommunen unter die Lupe genommen, heuer wurden bisher 17 von 35 geplanten Prüfungen abgeschlossen.