Erstellt am 03. Dezember 2012, 11:39

Gemüseernte fiel heuer spärlicher aus. Heuer ist in Österreich deutlich weniger Feld- und Gartenbaugemüse geerntet worden als im Vorjahr.

Die Produktion verringerte sich um 13 Prozent auf 615.700 Tonnen, geht aus den aktuellen Zahlen der Statistik Austria hervor. Zum einen verkleinerte sich die Anbaufläche um 7 Prozent, zum anderen wurden einige Feldkulturen durch Spätfrost oder Trockenheit geschädigt. Die Gemüseernte 2012 lag aber immer noch um 2 Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Besonders deutlich unter dem Vorjahresvolumen lag die Produktion von Hülsenfrüchten, Wurzel- und Zwiebelgemüsearten, die um 23 Prozent auf 291.600 Tonnen zurückging. Das war auch um 1 Prozent weniger als der Fünfjahresschnitt.

Infolge starker Flächenreduktion sank die Produktionsmenge bei Zwiebeln heuer um fast ein Drittel auf 135.400 Tonnen (minus 32 Prozent). Es wurden auch weniger Karotten geerntet - die Menge ging im Jahresabstand um 10 Prozent auf 98.300 Tonnen zurück. Neuerlich deutlich ausgeweitet wurde hingegen die Anbaufläche von Knoblauch (plus 35 Prozent) - die Produktionsmenge erhöhte sich aber nur um 7 Prozent auf 520 Tonnen.

Spürbare Ernteeinbußen gab es heuer bei Erbsen und Radieschen: Die Anbaufläche von Grünerbsen wurde um 45 Prozent verringert, hinzu kam der Spätfrost. In der Folge gab das Produktionsvolumen um 64 Prozent auf 4.500 Tonnen nach. Die Radieschenernte sank um 11 Prozent auf 5.300 Tonnen.

Relativ stabil blieb die Ernte von Kohl-, Blatt- und Stängelgemüse. Die Salaternte legte um 14 Prozent zu, was nicht zuletzt auf die EHEC-bedingt niedrige Vorjahresproduktion zurückzuführen ist. Massiv ausgeweitet wurde hingegen die Anbaufläche für Spargel. Steigerungen bei der Erntemenge gab es 2012 auch bei Zuckermais, Tomaten, Gurken und Paprika. Dafür wurden heuer weniger Speisekürbis und Zucchini vom Feld geholt.