Erstellt am 07. Oktober 2013, 13:23

Geringe Apfelernte mit guter Qualität. Die heurige Apfelernte in Österreich ist mengenmäßig nicht die Beste.

Die Landwirtschaftskammer (LK) geht in ihrer neuesten Berechnung von 170.000 Tonnen Äpfel aus, die derzeit teils noch geerntet werden. 2012 waren es österreichweit 210.000 Tonnen gewesen. "Heuer war das Problem, dass es anfangs zu kühl und dann zu trocken war", sagte LK-Experte Johann Greimel am Montag.

Obwohl die Qualität der Äpfel stimme, gebe es "Probleme bei der Fruchtgröße" - viele Äpfel blieben kleiner als sie hätten werden können. Die Selbstversorgung in Österreich mit Äpfeln ist aber trotz der gesunkenen Ernte gesichert - verbraucht werden hier jährlich rund 63.000 Tonnen. Das Gros der Ernte kommt traditionell aus der Steiermark. Dem Vernehmen nach dürften dort heuer rund 130.000 Tonnen Äpfel geerntet werden. Bevor es offizielle Zahlen gibt, muss aber noch fertig geerntet werden. Weitere wichtige "Apfelländer" in Österreich sind Niederösterreich, Oberösterreich und das Burgenland.

Im östlichsten Bundesland sind die Äpfel die wichtigste Obstart, sowohl im Intensivobstbau als auch bei den Streuobstwiesen, hieß es am Montag von der Landwirtschaftskammer Burgenland. Die Qualität der Äpfel falle heuer gut aus, die Quantität ist allerdings nicht die größte. Die Apfelbauern - im Burgenland 250 - erhalten laut Kammer pro Kilo in der Direktvermarktung zwischen 1,20 und 1,80 Euro.

Die "Ländle Äpfel" - die Vorarlberger Apfelmarke - hatten heuer, bezogen auf die Erntemenge, auch "kein gutes Jahr", so der LK-Obstbaureferent des westlichsten Bundeslandes, Ulrich Höfert. Die Qualität der Früchte stimmt aber. "Ländle Äpfel" soll es heuer gut 350 Tonnen geben.

Die Apfelernten fielen laut Greimel in allen westeuropäischen Staaten schwächer aus. EU-weit wird die Ernte mit 3,2 Mio. Tonnen beziffert.