Erstellt am 22. Februar 2012, 10:58

Gesetz zum Schuldenschnitt in Athen fertig. Die griechische Regierung hat das Gesetz für einen möglichen Zwangs-Schuldenschnitt auf den Weg gebracht.

Es sieht vor, dass die privaten Gläubiger zum Forderungsverzicht gezwungen werden könnten, falls die Beteiligung am freiwilligen Schuldenschnitt zu niedrig ausfallen sollte. Dies teilte das griechische Parlament am Mittwoch in Athen mit.

Die Regierung unter Ministerpräsident Papademos verfügt über eine bequeme Mehrheit von 199 Abgeordneten im 300-köpfigen Parlament in Athen. Der Schuldenschnitt soll die Griechen von einer Schuldenlast in Höhe von 107 Mrd. Euro befreien. Die neuen Anleihen werden bis 2015 einen Zinssatz von zwei Prozent haben. Danach wird der Zinssatz bis zum Jahr 2042 stufenweise steigen (Zinssatz bis 2021 drei Prozent. Danach 4,3 Prozent). Das offizielle Angebot an die Banken und andere Finanzinstitute soll am Freitag vorgelegt werden, wie der staatliche Rundfunk berichtete.