Erstellt am 27. Oktober 2013, 19:17

Gespräche sollen Streik abwenden. Bei den festgefahrenen Kollektivvertrags-Verhandlungen der Maschinen- und Metallwarenindustrie sollen Sonntagabend "Sondierungsgespräche" einen Streik am Dienstag abwenden.

Bereits im Jahr 2011 waren nach zwei gescheiterten Verhandlungsrunden und einem drohenden Warnstreik die Spitzen von Wirtschaftskammer und ÖGB zusammen gekommen um dann letztendlich die Türe für weitere Verhandlungen zu öffnen. Am darauffolgenden Dienstag wurde dann eine Einigung auf einen neuen Kollektivvertrag erzielt.

Auf welcher Ebene und wie intensiv heute Nacht gesprochen wird war offiziell nicht zu erfahren. Die Gewerkschaften drohen mit einem Streik am Dienstagmorgen, sollte es nicht zu einem neuen Angebot vom Fachverband der Maschinen- und Metallwarenindustrie (FMMI) kommen. Betroffen sind 120.000 Beschäftigte.

Die Gewerkschaften hatten zuletzt eine Lohnerhöhung von 3,4 Prozent gefordert, die Arbeitgeber wollen 2,3 Prozent zahlen. Des Weiteren streiten beide Seiten um Änderungen bei der Arbeitszeitregelung. Die Arbeitgeber haben ein "Zeitkonto" vorgeschlagen um flexibler auf Auftragsschwankungen reagieren zu können, die Arbeitnehmervertreter sehen darin eine Reduktion der Überstundenzahlungen. Bisher waren vier Verhandlungsrunden ergebnislos gescheitert.