Erstellt am 28. Juni 2011, 15:32

Getreideernte 2011 wird doch noch akzeptabel. Die Landwirtschaftskammer erwartet heuer eine stabile Getreideernte inklusive Mais von 4,7 Mio. Tonnen. Die langanhaltende Trockenheit im Winter und Frühjahr hat das Getreide belastet, aber Niederschläge Ende Mai führten zu einer teilweisen Entspannung.

Die Landwirtschaftskammer erwartet heuer eine stabile Getreideernte inklusive Mais von 4,7 Mio. Tonnen. Die langanhaltende Trockenheit im Winter und Frühjahr hat das Getreide belastet, aber Niederschläge Ende Mai führten zu einer teilweisen Entspannung. Bei Getreide allein rechnet man mit 2,7 Mio. Tonnen und einem Minus von drei Prozent gegenüber 2010.

Mit Spannung erwartet die Agrarbranche den morgigen EU-Haushaltsentwurf für 2014 bis 2020. Die Tageszeitung "Kurier" berichte über mögliche Agrar-Förderkürzungen für die österreichischen Bauern von bis zu 30 Prozent.

Landwirtschaftskammer-Präsident Gerhard Wlodkowski verwies bei einer Pressekonferenz in Wien auf den morgigen EU-Haushaltsentwurf. Eine derartige Kürzung sei der "Worst Case" und das EU-Parlament habe sich gegen die Kürzung des Agrarbudgets ausgesprochen, sagte Wlodkwoski zur APA. Allein das von der EU-Kommission geplante Einfrieren des Agrarbudgets auf dem Stand von 2013 würde aufgrund der Inflation zu einem Minus von 2,2 Mrd. Euro für die europäischen Bauern führen. Landwirtschaftsminister Berlakovich konnte heute die kolportierten Kürzungen bei den EU-Agrarsubventionen für Österreichs Bauern fürs erste nicht bestätigen.

Die Getreideanbauflächen sind heuer laut Landwirtschaftskammer leicht zurückgegangen. Dies sei auf den vermehrten Anbau anderer Kulturen unter anderem Ölkürbis, Sojabohnen und Silomais zurückzuführen. Außerdem würden täglich 15 Hektar an Agrarböden für Bau- und Verkehrsflächen verwendet. Gesteigert wurde hingegen der Maisanbau aufgrund einer positiven Preis- und Absatzsituation.