Erstellt am 15. Oktober 2013, 13:42

Getreideertrag in Österreich stieg trotz Problemen. Österreichs Ackerbauern haben heuer beim Mais ein deutliches Ernte-Minus von 36 Prozent auf 1,5 Mio. Tonnen hinzunehmen.

Dazu kommen noch schlechte Preise, weil in anderen Ländern Europas wesentlich höhere Erträge erzielt wurden. Insgesamt stieg der Getreideertrag heuer aber gegenüber dem Vorjahr. Grundsätzlich verzögerte ein nass-kaltes Frühjahr den Anbau und die Entwicklung der Pflanzen, hieß es in der Bilanz des oberösterreichischen Landwirtschaftskammerpräsidenten Franz Reisecker und seinem Leiter der Abteilung Pflanzenproduktion, Christian Krumphuber. Das Hochwasser Anfang Juni hinterließ massive Schäden, die bis zum Totalausfall gingen, ebenso die anschließende Hitze und Dürre. "Wir müssen uns darauf einstellen, dass die Klimabedingungen stressiger werden", stellte Krumphuber fest.

Massive Ausfälle in Südost-Österreich

Besonders dramatisch sind die Ausfälle in Südost-Österreich: im Burgenland, der Südoststeiermark und in Kärnten. Der Fehlbestand kann durch Importe aus Ungarn und Rumänien ersetzt werden, wo die Ernten besonders gut ausfielen.

Dem steht eine heuer eine um 18 Prozent bessere Ernte bei Weizen auf 1,5 Mio. Tonnen gegenüber. In Summe ist der Getreide-Ertrag in Österreich laut Bilanz um 8 Prozent auf 4,4 Mio. Tonnen gestiegen. Doch die Mais- und Getreideernte fiel in der EU insgesamt gut aus: 300 Mio. Tonnen bedeuten plus 8 Prozent. Dazu kommt auch noch eine Rekordernte in den USA. Das habe die Preise unter Druck gebracht. 150 bis 160 Euro pro Tonne Trockenmais bedeuten ein Minus von bis zu 30 Prozent, rechnete die Landwirtschaftskammer vor.

Für Oberösterreich gab die Interessenvertretung obendrein Einbußen bei Soja und Zuckerrübe im zweistelligen Prozentbereich bekannt. Ebenso gab es Ausfälle im Grünland und Futterbau. Manche Tierproduzenten bekamen ein Futterproblem und kauften zu.