Erstellt am 04. Februar 2013, 12:25

Gewerkschaft klagt wegen "Kinomode" gegen Lugner. Einkaufszentrumsbetreiber Richard Lugner hat mit seiner "Kinomode" wohl doch nicht das passende Schlupfloch zur Umgehung des Öffnungszeitengesetzes gefunden. Die Gewerkschaft zeigte ihn wegen des Verstoßes gegen die Ladenöffnungszeiten an. Eine weitere Klage wegen unlauteren Wettbewerbs sei in Vorbereitung, gaben die Arbeitnehmervertreter am Montag bekannt.

Lugner ließ zwei Modeketten im Kinogebäude der "Lugner City" im 16. Wiener Gemeindebezirk sonntags geöffnet und begründete dies damit, dass die Geschäfte "Kinomode" verkaufen - also Waren, die einen Bezug zum Kino haben. "Es gibt klare Abmachungen, was an Sonntagen verkauft werden darf, Kleidung gehört definitiv nicht dazu", so die Gewerkschaft.

GemäßÖffnungszeitengesetz ist der Verkauf von "Süßwaren, Erfrischungen und sonstige(n) genussfertige(n) Lebensmittel" erlaubt sowie jener von "Waren, die einen Bezug zur Veranstaltung oder zum Veranstaltungsort haben". "Mit der Begründung, es werde sogenannte Kino-Mode angeboten, wurden stinknormale Textilien verkauft", ergab ein Lokalaugenschein der Gewerkschaft am Wochenende.