Erstellt am 29. Januar 2015, 10:54

Gloriette Bekleidungswerk GmbH ist pleite. Die Firma Gloriette Bekleidungswerk GmbH mit Sitz im südburgenländischen Stegersbach hat am Landesgericht Eisenstadt den Antrag auf Eröffnung eines Konkursverfahrens gestellt.

 |  NOEN, Erwin Wodicka
Das teilte der Österreichische Verband Creditreform am Donnerstag mit. Den Aktiva von rund 8 Mio. Euro (Buchwerte) stehen Passiva von rund 10 Mio. Euro und rund 3,3 Mio. Euro Eventualverbindlichkeiten gegenüber.

Rund 300 Gläubiger und 89 Arbeitnehmer betroffen

Laut Creditreform sind etwa 300 Gläubiger und 89 Arbeitnehmer betroffen. Die Ursachen liegen in der Insolvenz der 100%-Tochter Rena Lange Holding GmbH in Deutschland, wodurch eine hohe offene Forderung als wertlos zu betrachten ist, hieß es in einer Aussendung. Das Unternehmen soll zumindest kurzfristig für die Unternehmensverwertung fortgeführt werden.

Die Produktion des 1863 von den Brüdern Hönigsberg in Wien gegründeten Unternehmens wurde 1963 nach Stegersbach verlegt. Gloriette produziert in der südburgenländischen Gemeinde und Ungarn Hemden und Blusen und vermarktet zugekaufte Handelsware. Es werden 13 Filialen in Wien (4), Baden, Wr. Neustadt, Linz, Wels, Salzburg, Graz, Klagenfurt und Spittal an der Drau betrieben.

Unternehmen wird kurzfristig für Verwertung fortgeführt

Schuldnervertreterin Rechtsanwältin Ulla Reisch teilte in einer Aussendung mit, dass dieser Antrag nicht die Tochtergesellschaften Q1 Manufaktur GmbH sowie Gloritex Kft. betreffe und keinen Einfluss auf deren Geschäftsbetrieb habe.

Das operative Geschäft der Gloriette Bekleidungswerk GmbH, insbesondere die laufenden Auslieferungen sowie der Verkauf und die Präsentation der neuen Kollektion, seien davon nicht betroffen und werden wie geplant in vollem Umfang fortgeführt. Laut Reisch werden bereits "intensive und erfolgsversprechende Gespräche" mit möglichen Investoren zu einer zeitnahen Übernahme der Gloriette Bekleidungswerke GmbH geführt.