Erstellt am 13. August 2012, 13:19

Gold und Immobilien für Austro-Anleger sicherer. Die heimischen Anleger wollen seit der Wirtschaftskrise 2008/09 bei ihren Finanzgeschäften auf Nummer sicher gehen. Das Interesse an Gold und Immobilien ist seitdem rasant gestiegen.

Nur 7 Prozent der befragten Anleger hatten 2007 Gold als "besonders interessantes" Investment bezeichnet. Im zweiten Quartal 2012 waren es bereits 24 Prozent. Das Interesse an Immobilien stieg von 22 auf 35 Prozent. Sparbuch (46 Prozent) und Bausparen (40 Prozent) sind aber weiterhin die beliebtesten Anlageformen in Österreich, ergab eine am Montag veröffentlichte Umfrage der GfK Austria. "Das nach wie vor hohe Interesse an Sachwertanlagen zeigt, dass die Stimmung unter Österreichs Anlegern nach wie vor auf wackeligen Beinen steht", erklärte dazu GfK-Expertin Sonja Buchinger.

Wohnungen, Häuser und Grundstücke sowie Gold hätten im Verlauf der Krise zunehmend an Attraktivität gewonnen. Die Krisenstimmung hat auch das Geld bunkern zu Hause beliebter gemacht. 2007 hielten dies nur 5 Prozent für "interessant", aktuell bereits 13 Prozent. Relativ konstant blieb in den vergangenen Jahren das Interesse an Lebensversicherungen (26 Prozent), Pensionsvorsorge mit staatlicher Förderung (19 Prozent) und privaten Zusatzpensionen (17 Prozent).

Fonds und Aktien sind seit der Wirtschaftskrise in der Gunst der heimischen Anleger deutlich gesunken. In Vorkrisenzeiten hielten noch 20 Prozent der Sparer Investmentfonds für eine attraktive Anlage. Im zweiten Quartal 2012 waren es nur mehr 12 Prozent. Bei Aktien gingen die Zustimmungswerte von 15 Prozent (2007) auf aktuell 11 Prozent zurück.

Die Halbierung der Bausparprämie hat offenbar die Attraktivität dieses Investments rasant sinken lassen. Während Bausparverträge im vergangenen Jahr laut Gfk so beliebt waren wie in den Jahren davor noch nie (53 Prozent), stürzten die Werte dann im ersten Quartal 2012 auf 43 Prozent und im zweiten Quartal auf 40 Prozent ab. Statt derzeit drei Prozent ihrer Einzahlungen erhalten Sparer seit April nur noch 1,5 Prozent Prämie vom Staat.