Erstellt am 21. September 2011, 00:00

Greißler sterben aus. KAUM MEHR NAHVERSORGER / 59 der 171 burgenländischen Gemeinden haben kein Lebensmittelgeschäft mehr im Ort.

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Jede dritte Gemeinde im Burgenland ist ohne Nahversorger. Das zeigt eine aktuelle Studie des VCÖ (Verkehrsclub Österreich).

Warum? „Weil immer mehr Großmärkte ins Grüne hinausziehen“, klagt Josef Jagenbrein, Obmann der Sparte Lebensmittelhandel in der Wirtschaftskammer Burgenland. Und die Zahlen belegen es. Gab es 1995 noch 702 Lebensmittelhändler im Burgenland, so waren es Ende 2010 bereits um 204 weniger. Einen Teufelskreis nennt Jagenbrein die Situation für die kleinen Händler, denn viele müssen auch deshalb schließen, weil sie keine Nachfolger mehr für das Geschäft finden. „Wenn die Kinder sehen, dass die Eltern 70 bis 80 Stunden in der Woche arbeiten, will sich das keiner mehr antun. Was kann man dagegen tun? „Mit Zusatzleistungen wie Partyservice, Gratis-Lieferservice und Angeboten die Kunden halten“, so Jagenbrein. Denn: „Auch wir kleinen Supermärkte bieten oft tolle Schnäppchen“.