Erstellt am 08. August 2012, 15:12

Größter Metallerfachverband FMMI will ausscheren. Bei den Metallern, die traditionell die Lohnrunde beginnen und deren KV-Abschluss richtunggebend für anderen Sparten ist, will der größte Fachverband FMMI (Maschinen & Metallwaren) separat verhandeln.

Bisher gab es für die Metallbranche eine Verhandlungsrunde für sechs Fachverbände. Durch den geplanten Rückzug des FMMI sehen die Gewerkschaften Pro-GE und GPA die Sozialpartnerschaft gefährdet. Der FMMI argumentiert mit geänderten Rahmenbedingungen und verweist auch auf den Rückzug der Elektro- und Elektronikindustrie im Jahr 2003. Dem FMMI gehören 742 größere Betriebe mit knapp 116.000 Mitarbeitern an. Somit ist der FMMI in der WKÖ-Bundessparte Industrie sowohl mitarbeiter- als auch umsatzmäßig der weitaus größte Verband. Insgesamt beschäftigt die Metallindustrie fast 175.000 Menschen (ohne Fremdpersonal, inklusive Gas-/Wärmebranche).

Mit dabei bei den Metaller-Verhandlungen ist traditionell auch der Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmen, dem 109 Betriebe mit einer Produktion von knapp 9 Mrd. Euro und 4.894 Mitarbeitern angehören. Dahinter folgt die Fahrzeugindustrie mit einer Produktion von 12,1 Mrd. Euro und 25.421 Mitarbeitern in 53 Betrieben; kleine Unternehmen mit unter 10 bzw. 20 Beschäftigten sind in der Statistik nicht eingerechnet. Der Fachverband Bergwerke und Stahl vertritt 34 Betriebe mit 15.809 Mitarbeitern, die voriges Jahr eine Produktion von 8 Mrd. Euro erwirtschafteten. Die Gießereiindustrie beschäftigte 6.734 Mitarbeiter in 31 Betrieben, die abgesetzte Produktion betrug 1,4 Mrd. Euro. Die 21 Betriebe der NE-Metallindustrie (Nicht-Eisen) erwirtschafteten 4,2 Mrd. Euro mit 5.737 fix Beschäftigten.