Erstellt am 09. September 2013, 14:22

Großer Bedarf an Arbeitnehmern im Gesundheitswesen. Während 2012 der Bedarf an Arbeitskräften auf dem europäischen Arbeitsmarkt insgesamt zurückging, steigt nun der Bedarf nach Neueinstellungen im Gesundheitswesen.

Nach dem von der EU-Kommission vorlegeten Monitor für offene Stellen stieg die Beschäftigung in diesem Sektor um fast 2 Prozent. 2012 gab es nach Angaben der EU-Kommission in dieser Branche rund eine Million Neueinstellungen. Insgesamt war der Trend bis Ende 2012 negativ. Im vierten Quartal 2012 waren 6 Prozent weniger offene Stellen verfügbar als im Vorjahreszeitraum, teilte die EU-Kommission mit. Mit 56.900 offenen Stellen im vierten Quartal 2012 verringerte sich in Österreich die Anzahl an offenen Stellen sogar um rund 17 Prozent im Vergleich zum vierten Quartal 2011. Mit rund 240.000 Einstellungen lag Österreich nach Angaben der Kommission im europäischen Mittelfeld.

Nach den Pflegeberufen im Gesundheitswesen verzeichnen Softwareentwickler und -analysten, Sekretariatsfachkräfte, Bergbau-, Produktions- und Bauleiter sowie Grundschullehrer und Erzieher EU-weit die stärksten Stellenzuwächse. Neben Österreich auch Deutschland, Finnland, die Niederlande, Portugal, die Slowakei, Slowenien und Spanien einen negativen Trend bei offenen Stellen und Einstellungen. Nur Estland, Luxemburg und Großbritannien konnten bei Einstellungen und offenen Stellen einen positiven Trend verzeichnen.

EU-Sozialkommissar Andor sagte, das Gesundheitswesen sei die Branche mit dem größten Jobpotenzial in Europa geworden, "weswegen hier dringend in die Aus- und Fortbildung investiert werden muss". Für den steigenden Arbeitskräftebedarf im Gesundheitswesen seien vor allem die längere Lebenserwartung und technischer Fortschritt verantwortlich, sagte ein Sprecher. Investitionen in Training in diesem Bereich könnten auch Engpässe verhindern.