Erstellt am 25. September 2012, 12:08

Grünes Licht für Gespräche über Breitspurbahn bis Österreich. Verkehrsministerin Doris Bures (S) hat sich am Dienstag vom Ministerrat grünes Licht geholt...

 |  NOEN, Teresa Zötl
...um über die Verlängerung der russischen Breitspurbahn bis nach Österreich zu verhandeln. Zunächst sollen einmal die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erhoben werden, sagte Bures. Als Standort ist noch vage Wien/Niederösterreich/Burgenland möglich, nun müsse zunächst geklärt werden, mit wie viel Verkehrsaufkommen zu rechnen ist und wie die hereinkommenden Waren weitertransportiert werden sollen.

Bures darf zwar mit Russland, der Ukraine, der Slowakei und den betroffenen Bundesländern reden. Bevor sie aber Geld in die Hand nimmt - und sei es nur für die ausführliche Machbarkeitsstudie - muss der Ministerrat noch einmal befasst werden. Dabei geht es nicht nur um infrastrukturelle, sondern auch um volkswirtschaftliche, makroökonomische, standort-, verkehrs- und arbeitsmarktpolitische Fragen. Eine Breitspur Planungsgesellschaft als Joint Venture zwischen den Bahngesellschaften von Österreich (ÖBB), Russland, der Slowakei und der Ukraine ist bereits im Dezember 2008 gegründet worden.

Konkret geht es um den Neubau von rund 400 Kilometern Bahn, vom ostslowakischen Kosice nach Ostösterreich - im Anschluss an einen 10.000 Kilometer langen Korridor aus China über die Mongolei und Russland nach Europa. Derzeit werden zwischen Asien und Europa nur fünf Prozent der Container per Bahn transportiert, dabei wäre der Landweg um neun bis zehn Tage kürzer als per Schiff. Allerdings behindern die verschiedenen Spurweiten und technischen Systeme den Transp ort. Die russische Staatsbahn drängt seit Jahren auf die Verwirklichung des Projekts.