Erstellt am 21. Februar 2012, 05:59

Grünes Licht für Griechenland-Rettungspaket. Die Eurogruppe hat das zweite Griechenland-Rettungspaket im Ausmaß von 130 Milliarden Euro beschlossen. Nach einer zwölfstündigen Marathonsitzung wurde in den frühen Morgenstunden grünes Licht gegeben.

In letzter Minute wurde der Forderungsverzicht der privaten Gläubiger erhöht, aber auch eine Beteiligung des öffentlichen Sektors ist vorgesehen.

Die privaten Gläubiger müssen nunmehr auf 53,5 statt wie bisher vorgesehen auf 50 Prozent ihrer Forderungen verzichten, der öffentliche Sektor muss auf 4,6 Prozent beitragen. Damit kann der Schuldenstand des Landes bis 2020 auf 120,5 Prozent gedrückt werden.

Teil des zweiten Hilfspakets ist auch die Einigung auf ein Sonderkonto für Griechenland. Mit diesem Sperrkonto, das von der EU überwacht wird, soll Griechenland seine Schulden laufend bezahlen, damit das Geld nicht für andere Konsumzwecke ausgegeben werden kann.

Eurogruppen-Chef Juncker bezeichnete das zweite Rettungspaket als beispiellos. Damit könne Griechenland auf einen glaubwürdigen Weg zurück zur Nachhaltigkeit kommen und Wachstum und Beschäftigung sichern. Juncker sagte, die Hilfe für Griechenland garantiere auch den Verbleib des Landes in der Eurozone. Das Hilfspaket nütze nicht nur Griechenland, sondern der gesamten Eurozone. Es werde erfolgreich sein.

Das zweite Rettungspaket für Athen ist wichtig, da Griechenland am 20. März seine nächsten Verbindlichkeiten von 14,5 Milliarden Euro begleichen muss. Ohne Hilfe wäre das südliche Euroland pleite gewesen.