Erstellt am 11. September 2013, 10:39

Grundstückspreise in guten Lagen angeheizt. Die Grundstückspreise in Österreich haben im ersten Halbjahr eine wahre Achterbahnfahrt hingelegt.

Im Median lagen die Grundstückspreise bundesweit bei 105,1 Euro pro Quadratmeter, ein minimales Plus von 0,1 Prozent. Allerdings legten die Preise in Vorarlberg um 10,1 Prozent auf 201 Euro/m2 zu, in Tirol um 7,6 Prozent auf 265 Euro/m2, gefolgt vom Burgenland mit plus 5,9 Prozent auf 90 Euro/m2. In Wien stiegen die bereits recht hohen Grundstückspreise im ersten Halbjahr um 2,6 Prozent auf 517 Euro/m2 im Median, wie Immobilien.net am Mittwoch bekanntgab. Nachgegeben haben die Preise dagegen in der Steiermark um 2,9 Prozent und in Kärnten um 1,6 Prozent. In den übrigen Bundesländern gab es nur geringfügige Veränderungen.

Den Grund für die höchst unterschiedlichen Preisentwicklungen sehen die Experten in einer Ausdifferenzierung des Spekulationsmarkts. Die Investitionswelle auf dem Immo-Markt der letzten Jahre sei bei den Grundstücken erst mit einiger Verzögerung eingetreten. Die relativ niedrigen Preise hätten zu einer generellen Nachfrageexplosion seit Mitte 2011 und starken Preissteigerungen geführt. Mittlerweile werde aber immer klarer, dass nicht jede Lage mit einem niedrigen Preis auch eine gute Lage sei - und die Investitionen würden sich wieder auf die Top-Lagen mit Bevölkerungszuwachs konzentrieren, während schlechte Lage wieder an Wert einbüßen, so Alexander Ertler, Geschäftsführer von Immobilien.net.

Die Liste der hochpreisigen Bezirke führt Wien-Döbling mit 1.177 Euro/m2 an, Wien-Ottakring liegt mit 1.096 Euro mit seinen Grünlagen nur knapp vor Wien-Hietzing mit 990 Euro/m2 im Schnitt. In einigen Regionen Österreichs - wie Güssing, Horn oder Radkersburg - bekäme man zu solchen Quadratmeterpreisen bereits ein Haus, merken die Experten an.