Erstellt am 20. April 2011, 07:27

Gute Noten für das Land. KREDITWÜRDIGKEIT / Unterdurchschnittliche Wirtschaftskraft und hohe Haftungsübernahmen verhindern ein Top-Rating.

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VON DORIS SEEBACHER

Während sich Bundesländer wie Oberösterreich, Tirol und Wien über ein „Triple A-Rating“ freuen dürfen, reicht die Beurteilung im Burgenland auch heuer wieder nur für die zweitbeste Benotung – nämlich für ein „AA+“. Bereits zum dritten Mal ließ das Burgenland freiwillig seine Kreditwürdigkeit von der Ratingagentur Standard & Poor‘s (S&P) einschätzen. Landeshauptmann Hans Niessl zeigt sich dennoch äußerst zufrieden mit dem Ergebnis. „Das Burgenland ist gut durch die Krise gekommen“, so Niessl. Und auch Standard & Poor‘s Ratingspezialist Alois Strasser meint dazu: „Das ist keine Selbstverständlichkeit – gerade nach einer Finanz- und Wirtschaftskrise.“

Warum kein AAA-Rating  für das Burgenland?

Warum es im Burgenland nicht für das bestmögliche Rating Triple-A reicht? Schuld da-ran seien laut Bieler die vom Land übernommenen Haftungen, die fast doppelt so hoch seien wie die Schulden des Landes. Diese Haftungen habe man aber bewusst übernommen, um die Wirtschaft im Land zu unterstützen. Ein weiterer Wermutstropfen sei laut Strasser auch die unterdurchschnittliche Wirtschaftskraft des Burgenlandes. Denn: „Beim Bruttoinlandsprodukt erreicht das Burgenland nur etwa 80 Prozent des EU-Durchschnitts“, erklärt Strasser.



DIE BEURTEILUNG
• Beim Langfristigrating erhielt das Burgenland die Bewertung AA+, beim kurzfristigen Rating sogar die beste Benotung – nämlich A1+.
• Oberösterreich, Tirol und Wien wurden mit Triple-A eingestuft.
• Burgenland, Steiermark und Niederösterreich jeweils mit AA+.
• Vorarlberg, Salzburg und Kärnten haben sich keinem freiwilligen Rating unterzogen.