Erstellt am 15. August 2016, 18:40

von APA/Red

Schaden beträgt über 800.000 Euro. Schwere Gewitter sind am Montagnachmittag im südlichen Burgenland niedergegangen.

ÖHV

Durch Hagelschlag entstanden in den Bezirken Güssing und Oberwart auf einer Fläche von über 2.200 Hektar Schäden für die Landwirtschaft in der Höhe von mehr als 800.000 Euro, teilte die Österreichische Hagelversicherung mit.

Betroffene Kulturen seien Mais, Soja, Kürbis, Wein und Grünland. Sachverständige würden die Schäden umgehend aufnehmen, damit die Entschädigungszahlungen rasch erfolgen können.

Durchversicherungsgrad gegen Hagelschäden: 70 Prozent

Agrarlandesrätin Verena Dunst zeigt sich erschüttert von den erneuten Wetterkapriolen in diesem Jahr: „Wir zahlen jährlich rund 3 Millionen Euro an Prämienbezuschussung an die Hagelversicherung Österreich - im heurigen Jahr sind es sogar über 3,5, Millionen Euro. Das sind 25 Prozent der Prämien, die unsere Agrarproduzenten und Winzer ansonsten selbst zu tragen hätten“, betont Dunst die Hilfestellung des Landes hinsichtlich des Risikos Hagel. Ebenso werden 25 Prozent der Prämien vom Bund bezuschusst.

Agrarlandesrätin Verena Dunst bei Besichtigung von Hagelschäden im Raum Deutsch Schützen  |  zVg

Ein wenig nachdenklich stimme sie der Durchversicherungsgrad gegen Hagelschäden von rund 70 Prozent im landwirtschaftlichen Bereich. „Der Hagel ist in unseren Breiten ein gängiges und auch versicherbares Risiko und somit auch von Entschädigungsleistungen aus dem Katastrophenfonds ausgeschlossen. Aus diesem Grund wird die Bezuschussung der Versicherungsprämie von Bund und Land bereitgestellt, um unsere Agrarproduzenten trotzdem bestmöglich zu unterstützen. Das geht aber nur, wenn diese Unterstützung auch angenommen wird, Die ProduzentInnen müssen sich auch gegen den Hagel und andere klimatische Risiken wie Dürre, Sturm oder Frost versichern lassen“, betont die Agrarlandesrätin die Wichtigkeit des Abschlusses einer Versicherung für landwirtschaftliche Kulturen.