Erstellt am 24. Januar 2013, 15:58

Hahn: Übergangsregionen wahrscheinlich akzeptiert. Das Burgenland ist seinem Ziel, in der kommenden EU-Finanzperiode als Übergangsregion weitere Fördermittel lukrieren zu können, einen großen Schritt näher.

Aus heutiger Sicht könne man "mit sehr, sehr hoher Wahrscheinlichkeit" sagen, dass sein Vorschlag, eine neue Kategorie (die der Übergangsregion, Anm.) zu schaffen, akzeptiert werde, erklärte EU-Regionalkommissar Johannes Hahn Donnerstagnachmittag vor Journalisten in Purbach.

Davon würde das Burgenland profitieren, das - nach der alten Systematik - nun ein Ziel-Zwei-Gebiet geworden wäre. Nun werde es in der EU-Finanzperiode 2014 bis 2020 zwar weniger Geld erhalten als in der laufenden Periode (derzeit läuft noch das Phasing Out, Anm.), jedoch mehr im Vergleich zu den anderen Bundesländern.

Er habe zwar schon "ein paar Zahlen im Kopf" - wie diese endgültig aussehen, hänge jedoch davon ab, worüber sich die Staats-und Regierungschefs verständigen, meinte Hahn und fügte hinzu: "Man kann ungefähr davon ausgehen, dass das Burgenland als Übergangsregion doppelt so viel bekommt als es bekommen hätte, wenn es diese Übergangsregion nicht gegeben hätte."

Dass das Burgenland in den Übergangsregionen-Status falle, ergebe sich daraus, dass es bei der Wirtschaftsleistung unter 90 Prozent des EU-BIP liege. Damit sei dies automatisch gegeben. Er habe keine Sorgen, dass das Geld gut angelegt wird, meinte Hahn.

Seinen Gastgebern streute der Regionalkommissar Rosen: "Das Burgenland hat Dinge vorweggenommen, die jetzt europaweit Schwerpunkt sind" - nämlich Investitionsförderung von Klein- und Mittelbetrieben, Energieeffizienz und Energiesparmaßnahmen.

Das Burgenland habe als Ziel-1-Gebiet massiv von den Förderungen der EU profitiert, so Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl (V). Mit Investitionen im Gesamtausmaß von rund zwei Mrd. Euro von 1995 bis 2013 habe man zahlreiche Projekte - bis Ende 2013 sollen es insgesamt 80.000 sein - fördern, die Wirtschaft stärken und Arbeitsplätze schaffen können.