Erstellt am 24. Juli 2013, 12:51

Handel sieht trotz dayli stabile Beschäftigung. Trotz der Insolvenz der Drogeriekette dayli, durch die bereits 1.261 Mitarbeiterinnen ihren Job verloren und noch rund 2.000 folgen könnten, werde sich die Beschäftigung in der Handelsbranche stabil entwickeln.

Das betonte Handelsobfrau Bettina Lorentschitsch am Mittwoch in Wien. Sie bedankte sich bei anderen Handelsketten, die planen, ehemalige dayli-Mitarbeiterinnen zu übernehmen.

"Außerdem ist der Handel immer auf der Suche nach Fachkräften", so Lorentschitsch. Just die Drogerie- und Parfümeriebranche, zu der auch dayli zählt, hat ihre Umsätze im ersten Halbjahr um real ein Prozent gesteigert, zeigen Erhebungen, die die Wirtschaftskammer präsentierte. "dayli ist ein Einzelfall, die Gesamt-Branche ist nicht in Problemen", so Lorentschitsch.

Am Ende des Jahres werde die Beschäftigtenzahl im Handel stabil bei rund 280.000 Dienstnehmern liegen, war sie sich sicher. "Ich verlasse mich auch auf Zusagen unserer großen Betriebe aber auch bei kleineren werden Mitarbeiter unterkommen." Wie berichtet hatten Ketten wie Spar, Billa und dm angekündigt, dayli-Mitarbeiterinnen teilweise bevorzugt aufzunehmen.

Peter Voithofer von der KMU-Forschung Austria deutete bei dayli ein Problem mit schlechten Standorten an. "Letztlich entscheidet der Konsument, wo er einkaufen geht."