Erstellt am 13. Oktober 2011, 16:00

Handel zwischen Österreich und Italien floriert. Nach massiven Rückschlägen 2009 entwickelt sich der Warenaustausch mit Österreichs zweitwichtigstem Exportland Italien nach oben. Zwischen Jänner und Juli 2011 betrug der Außenhandelsüberschuss zugunsten Österreichs 500 Mio. Euro - die Exporte erhöhten sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um 13,5 Prozent auf 5,6 Mrd. Euro, die Importe aus Italien legten um 15,6 Prozent auf 5,1 Mrd. Euro zu.

Nach massiven Rückschlägen 2009 entwickelt sich der Warenaustausch mit Österreichs zweitwichtigstem Exportland Italien nach oben. Zwischen Jänner und Juli 2011 betrug der Außenhandelsüberschuss zugunsten Österreichs 500 Mio. Euro - die Exporte erhöhten sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um 13,5 Prozent auf 5,6 Mrd. Euro, die Importe aus Italien legten um 15,6 Prozent auf 5,1 Mrd. Euro zu.

"Im Gesamtjahr 2011 werden wir möglicherweise wieder das Vorkrisenniveau erreichen", sagte der österreichische Wirtschaftsdelegierte in Mailand, Michael Berger. 2009 hatte der bilaterale Außenhandel den Angaben zufolge einen starken Einbruch erlitten - das italienische BIP schrumpfte um 5,7 Prozent und fast ein Viertel der Warenströme versiegte. Das Handelsvolumen sank um 2 Mrd. Euro.

2010 erholte sich das österreichische Aktivum bereits wieder auf rund 900 Mio. Euro. Die Ausfuhren stiegen um 13 Prozent auf 8,6 Mrd. Euro, die Einfuhren um 16 Prozent auf 7,7 Mrd. Euro. Seit Österreichs Beitritt zur Europäischen Union im Jahr 1995 hätten sich die heimischen Exporte nach Italien verdreifacht und die Importe von dort verdoppelt. "Das zeigt, dass die Verflechtung wesentlich stärker geworden ist", so Berger.

Die desaströse Budgetsituation der drittgrößten Volkswirtschaft in der Eurozone sieht der Handelsdelegierte relativ entspannt: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass Italien ein Kandidat für den Euro-Rettungsschirm wird", ist Berger zuversichtlich. Italien steht zwar vor einem Schuldenberg von 1.900 Mrd. Euro, doch der Staat sei - im Gegensatz zu Griechenland - zu fast 60 Prozent im eigenen Land verschuldet und unterscheide sich dabei grundsätzlich von Griechenland. Die Griechen hätten fast 70 Prozent ihrer Staatsschulden im Ausland aushaften.

Die italienischen Haushalte hätten zudem eine der höchsten Sparquoten weltweit. 80 Prozent der Familien wohnten in ihren eigenen vier Wänden und das Privatvermögen sei fünfmal so groß wie das BIP. Zudem verfüge Italien mit 2.500 Tonnen über die weltweit drittgrößten Goldreserven hinter den USA und Deutschland, erläuterte Berger.