Erstellt am 07. Februar 2013, 03:09

Handelspakt zwischen EU und USA macht Fortschritte. Die Verhandlungen der USA und der Europäischen Union über ein transatlantisches Freihandelsabkommen laufen offenbar zufriedenstellend.

"Es gab gute Fortschritte", hieß es nach einem Treffen von EU-Handelskommissar Karel De Gucht und dem US-Außenhandelsbeauftragten Ron Kirk in Washington am Mittwoch aus informierten Kreisen.

Ein weitgehendes Handelsabkommen wird bereits seit langem diskutiert, seit einem Jahr beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe mit dem Plan. Seit der Wiederwahl von US-Präsident Barack Obama setzt sich vor allem Deutschland für das Vorhaben ein. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte vergangene Woche bei ihrem Treffen mit US-Vizepräsident Joe Biden die Hoffnung auf Fortschritte. Biden sagte bei einer Rede auf der Münchener Sicherheitskonferenz am Wochenende, das Projekt müsse vorangetrieben werden.

Die EU und die USA sind schon jetzt gegenseitig die wichtigsten Handelspartner. Die ausgetauschten Waren und Dienstleistungen haben einen jährlichen Wert von fast einer halben Billion Euro. Unklar ist bisher allerdings noch, was genau angestrebt wird.

Ein Binnenmarkt ginge über eine reine Freihandelszone weit hinaus: In einem solchen gemeinsamen Markt fallen nicht nur Zölle für den Handel von Waren und Dienstleistungen weg, auch eine angeglichene Rechtsordnung soll Schranken für den Handel beseitigen. Dabei geht es etwa um Vorschriften, was überhaupt produziert und gehandelt werden darf.

Sinnlose Verhandlungen oder Weg in eine bessere Zukunft?
Sagen Sie uns Ihre Meinung!