Erstellt am 09. November 2011, 00:00

Hat er oder hat er nicht?. NEBENJOB / Der BVZ liegen Mails vor, die Hinweise auf eine Nebenbeschäftigung von Ex-BEWAG-Vorstand Hans Lukits geben.

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Eine der Gründe, warum Ex-BEWAG-Vorstand Hans Lukits am 2. Mai 2011 fristlos gekündigt worden ist, war der Vorwurf, er sei nebenbei auch als Konsulent für Firmen tätig gewesen, die ebenfalls Windparks entwickeln. Der BVZ liegen dazu nun E-Mails ab Dezember 2009 vor, die beweisen sollen, dass dies tatsächlich der Fall war. Und das in einer Zeit, in der die BEWAG eigentlich selbst mit dem Verkauf der hauseigenen Windparks beschäftigt – und erfolglos war.

Lukits signalisiert Interesse  und verhandelt über Prämien

In den Mails bestätigt Lukits beispielsweise, dass er an einem Windparkprojekt in Lettland interessiert wäre und er fragt nach einer Gegenleistung im Falle einer positiven Vermittlung. Weiters liegen der BVZ Konsulentenverträge vor, bei denen es den Anschein macht, dass sich Lukits für Beratungstätigkeiten zur Verfügung stellt. Oder eine Vertraulichkeitsvereinbarung mit der Firma 8KU Renewables, einem Unternehmen, das für seine Kunden unter anderem die Akquisition von Windprojekten steuert.

Lukits zu den Vorwürfen: „Ich habe keinerlei Verkaufsverhandlungen gesetzt und die BEWAG in keinster Weise geschädigt.“ Auf das Projekt in Lettland angesprochen meint er: „Ich bin in dieser Sache nicht aktiv geworden. Hierbei ging es um jemanden, der an mich herangetreten ist.“ Im Endeffekt habe er das Projekt abgelehnt, als er erkannte, dass es weit weg von einer Baureife war. Lukits ist nach wie vor der Meinung: „Mit verschiedensten Aktionen wird versucht, die ganze Geschichte am Köcheln zu halten“. Und: „Für die BEWAG wird sich schon nächste Woche wieder herausstellen, was sie für schlechte Karten hat.“

Auszüge aus einigen der Mails, die belegen, dass Lukits bereits in BEWAG-Zeiten die Augen nach anderen Geschäften offenhielt.