Erstellt am 15. November 2012, 13:37

Hausdurchsuchungen in Causa Fernwärme Wien. In der Causa um mutmaßliche Preisabsprachen bei Auftragsvergaben der Fernwärme Wien sind am Mittwoch 15 Hausdurchsuchungen von rund 50 Ermittlern durchgeführt worden, berichteten Medien am Donnerstag.

Das wurde auch von der Staatsanwaltschaft bestätigt. Es habe eine Hausdurchsuchung auch bei der Fernwärme Wien gegeben, sagte Wien-Energie-Sprecher Christian Ammer. Man sei an einer vollständigen und raschen Aufklärung interessiert. Details zu dem laufenden Ermittlungsverfahren werden aber nicht kommuniziert.

Sollten sich die Verdachtsmomente erhärten, werde man die Konsequenzen daraus ziehen. Ammer erinnerte daran, dass man sich im Juli bereits von drei Mitarbeitern "wegen Vertrauensverlustes" getrennt habe. Für sie gelte die Unschuldsvermutung.

Das gesamte Auftragsvolumen der unter die Lupe genommenen Vergabeverfahren beträgt 25 Mio. Euro. Auf der "Anbieterseite" sei es zu einer Festnahme gekommen.

In insgesamt fünf Vergabeverfahren sollen der Fernwärme gewisse Dinge verrechnet worden sein, für die keine Leistungen erbracht wurden, so die Verdachtslage. Die Fernwärme habe gezahlt und es wurden auch "Kick-back"-Zahlungen an Mitarbeiter der Fernwärme geleistet, so ein WKStA-Sprecher. Es werde insgesamt gegen 10 Personen ermittelt.

Die Ermittlungen in dieser Causa waren im Herbst 2011 durch den niederösterreichischen Rohrleitungsbau-Unternehmer Peter Peninger ausgelöst worden, berichtet die Zeitung. Dieser hat damals die Fernwärme und deren Mutter, Wiener Stadtwerke Holding, mit schweren Absprache-Vorwürfen konfrontiert.