Erstellt am 22. April 2011, 13:40

Haushaltsenergie deutlich verteuert. Energie war für private Haushalte im ersten Quartal deutlich teurer als im Vorjahr. Im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat legte der Energiepreisindex (EPI) um 11,8 Prozent zu. Während der Strompreis weitgehend unverändert blieb, verteuerten sich Mineralölprodukte wie Benzin, Diesel und Heizöl deutlich. Die Arbeiterkammer sieht die Schuld bei den Energiekonzernen.

Energie war für private Haushalte im ersten Quartal deutlich teurer als im Vorjahr. Im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat legte der Energiepreisindex (EPI) um 11,8 Prozent zu. Während der Strompreis weitgehend unverändert blieb, verteuerten sich Mineralölprodukte wie Benzin, Diesel und Heizöl deutlich. Die Arbeiterkammer sieht die Schuld bei den Energiekonzernen.

Gegenüber Dezember 2010 war Haushaltsenergie im März um 6,7 Prozent teurer. Im Jänner stiegen die Preise für Superbenzin auf Monatssicht um 3,5 Prozent, Diesel wurde um 5,9 Prozent teurer. Im Februar schwächte sich die Teuerung wieder ab, legte im darauffolgenden Monat aber schon wieder zu: Superbenzin war im März um 4,3 Prozent teurer als im Vormonat, Diesel um 5,3 Prozent. Auf Jahressicht war Superbenzin im März um 15,6 Prozent teurer, Diesel sogar um 25,7 Prozent.

Die Arbeiterkammer (AK) hat sich die Preise bei 14 Strom- und Gasanbietern angesehen - Fazit: Die Haushalte zahlen seit langem für Strom und Gas zu viel Geld an die Energiekonzerne. "Erhöhungen der Großhandelspreise in den letzten zweieinhalb Jahren haben die Energieanbieter schnell an die Konsumenten weitergegeben, Preissenkungen nur zögerlich oder gar nicht. Derzeit rollt eine Teuerungswelle bei den Gas- und Strompreisen", kritisiert AK-Präsident Herbert Tumpel.

Seine Rechnung: "Während im Zeitraum Juli 2008 bis April 2011 der Großhandelspreis für Strom insgesamt um ein Fünftel und jener für Gas um neun Prozent gesunken ist, merken die Haushaltskunden von der Preisreduktion nichts. Im Gegenteil: Alle Stromversorger verteuerten im beobachteten Zeitraum ihre Strompreise deutlich. Die Gaspreise verharren - bis auf eine Ausnahme - auf einem zu hohen Preisniveau."