Erstellt am 25. Mai 2016, 00:14

von RED

Hebammen: zu wenig Lohn, wenig Personal. Abwanderung in Nachbarbundesländer führt zu Personalproblemen.

 |  NOEN, Symbolbild

Hebammen verdienen im Burgenland deutlich weniger als in anderen Bundesländern. Es handle sich dabei um einen Differenzbetrag von 400 bis 800 Euro, kritisierte kürzlich Beate Kayer (Foto), Leiterin der Landesgeschäftsstelle des Hebammengremiums.

Knapp 60 Hebammen sind derzeit im Land beschäftigt – der niedrigste Wert unter allen Bundesländern. „Das Interesse am Beruf ist zwar ungebrochen groß, viele arbeiten aber nur so lange hier, bis sie in einem anderen Bundesland ein besseres Angebot bekommen“, bedauert Kayer.

Für offene Planstellen in den Krankenhäusern Personal zu finden, sei daher oft äußerst schwierig. Bei den Barmherzigen Brüdern in Eisenstadt seien derzeit etwa drei Hebammenstellen zu besetzen, in Oberwart 1,5 Stellen, so Kayer. Die Leidtragenden des Personalmangels seien die Mütter und Kinder.

Nach einer im Februar von allen angestellten Hebammen unterzeichneten Protestresolution sind die Gehaltsverhandlungen „noch im Laufen“, heißt es aus dem Büro von Soziallandesrat Norbert Darabos (SPÖ).