Erstellt am 10. April 2013, 12:27

Heimische Franchise-Branche wuchs 2012 weiter. Die heimischen Franchiseunternehmen erwirtschafteten im vergangenen Jahr einen Nettoumsatz von 8,5 Mrd. Euro. In Österreich beschäftigt dieser Zweig 66.000 Menschen und verfügt über 8.720 Standorte.

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 In Summe gibt es 445 Franchise-Systeme, 104 davon gaben in einer Studie des Österreichischen Franchise-Verbandes (ÖFV) Auskunft über ihre wirtschaftliche Lage und Erwartungen.

Die Ergebnisse: Tendenziell nehmen Systeme mit mehreren Standorten in Österreich zu, ergab die Umfrage. Die Schließungsquote aus wirtschaftlichen Gründen liegt bei 2 Prozent. Ein System betreut durchschnittlich 20 Standorte. Pro Franchise-System werden etwa 148 Menschen beschäftigt, wovon knapp die Hälfte Frauen sind.

Der durchschnittliche Umsatz pro System wurde mit 19,1 Mio. Euro angegeben. 70 Prozent der Befragten gaben an, der Umsatz sei um rund 8 Prozent gestiegen. 80 Prozent erwarten heuer eine weitere Umsatzsteigerung, 75 Prozent wollen 2013 weitere (durchschnittlich fünf) neue Franchise-Nehmer gewinnen.

Die aktuelle Erhebung zeigt, dass die Kosten für den Franchise-Nehmer leicht gestiegen sind. Eine Investitionssumme bis zu 50.000 Euro wird bei 44 Prozent der Franchise-Systeme schlagend, wobei durchschnittlich 145.000 Euro investiert werden. Der potenzielle Franchise-Nehmer hat mit einer ebenfalls leicht gestiegenen Einstiegsgebühr von etwa 18.000 Euro (nach 14.000 Euro im Jahr 2010) zu rechnen.

Mehr als 50 Prozent der Franchise-Verträge wird für die Dauer von 5 Jahren geschlossen, ein Drittel bindet sich für bis zu 10 Jahre und nur jeder zehnte Franchise-Nehmer erhält eine Laufzeit bis zu 20 Jahren.