Erstellt am 12. Oktober 2012, 12:43

Heimische Industrie kühlt 2012 stark ab. Die heimische Industriekonjunktur kühlt heuer zwar kräftig ab, bleibt aber die Stütze des Wirtschaftswachstums in Österreich.

Entgegen dem globalen Trend ist der Industriesektor hierzulande schon seit Jahren ein Wachstumstreiber, fast die Hälfte des BIP-Plus kommt seit 2006 von dort, wie die Volkswirtschaftsanalysten der UniCredit Bank Austria am Freitag erklärten.

Ihren Schätzungen zufolge bremst sich das Produktionsplus heuer auf rund 1 Prozent ab, beschleunigt sich aber 2013 auf rund 3 Prozent. Von der Konjunkturverlangsamung seien alle Industrie-Sparten betroffen. Allerdings würden die Bereiche Metallwarenherstellung, Papier- und Chemie sowie Maschinenbau dem negativen Trend trotzen. Die zuletzt wieder gestiegenen Erzeugerpreise unterstützen für die Bank Austria die Ansicht, dass die Abkühlung der Industriekonjunktur bereits in diesem Herbst den Höhepunkt erreicht hat, so Ökonom Walter Pudschedl.

Getrieben sein werde das erwartete Plus von 3 Prozent bei der Industrieproduktion 2013 vor allem durch eine wieder steigende Investitionsfreudigkeit der Unternehmen, glaubt Pudschedls Ökonomen-Kollege Günter Wolf. Dies bedeute relativ erfreuliche Aussichten für den Maschinenbau und Teile der Elektroindustrie sowie für deren Zulieferer vor allem der Stahlindustrie und der Metallwarenerzeuger.