Erstellt am 13. Mai 2011, 09:31

Heimische Wirtschaft erholt sich weiter. Die Erholung der österreichische Wirtschaft hat auch Anfang 2011 angehalten. Im ersten Vierteljahr erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) real gegenüber dem Vorquartal um 1,0 Prozent und im Jahresabstand um 4,2 Prozent, gab das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) am Freitag bekannt.

Im 4. Quartal 2010 ist das Wachstum nach einer Datenrevision mit 0,9 Prozent im Quartalsabstand und 3,0 Prozent zum Vorjahr etwas höher ausgefallen, sodass die Wirtschaft 2010 insgesamt um 2,1 Prozent zugelegt hat.

Auch im 1. Quartal 2011 kamen die Impulse aus dem Ausland. Nach einem Nachlassen der Außenhandels-Dynamik Ende 2010 belebten sich Aus- und Einfuhren zu Jahresbeginn wieder, erklärte das Wifo in seiner Schnellschätzung zur BIP-Entwicklung zum Jahresauftakt. Die Ausrüstungsinvestitionen dagegen, die im 2. Halbjahr 2010 kräftig expandiert waren, wuchsen heuer im 1. Quartal etwas schwächer.

Weiter in der Krise ist die Bauwirtschaft. Die Privathaushalte weiteten ihre Konsumnachfrage gegenüber Ende 2010 aus, obwohl der zunehmende Preisauftrieb die Kaufkraft dämpfte.

Sachgüter profitieren
Der Außenhandel Österreichs entwickelte sich Anfang 2011 wieder etwas dynamischer - nach einer Wachstumsdelle Ende 2010. Nachdem sich der Zuwachs bei Warenausfuhren und -einfuhren im 4. Quartal auf real +0,9 Prozent bzw. +0,7 Prozent abgebremst hatte, beschleunigte sich das Plus im 1. Quartal auf 4,2 bzw. 2,9 Prozent, erklärte am Freitag das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) in der Schnellschätzung zum BIP im Auftaktquartal.

Von der lebhaften Außenhandelsentwicklung profitierte vor allem die Sachgütererzeugung: Sie steigerte ihre Wertschöpfung heuer gegenüber dem Schlussquartal 2010 real um 2,7 Prozent, nach lediglich 2,1 Prozent im Vorquartal. Auch der Bereich "Transport und Telekommunikation" wuchs heuer verstärkt mit einem Anstieg der Wertschöpfung um 3,3 Prozent.

Die seit Mitte vorigen Jahres lebhafte Ausweitung der Ausrüstungsinvestitionen klang heuer dagegen etwas ab: Mit +2,6 Prozent trugen sie dennoch beträchtlich zum heimischen Wirtschaftswachstum bei, so das Wifo.

In der Bauwirtschaft hielt die Krise an, die bereits seit dem 2. Quartal 2008 rückläufigen Bauinvestitionen sanken auch heuer zum Jahresauftakt real um weitere 0,3 Prozent gegenüber der Vorperiode, doch verlangsamte sich der Rückgang deutlich.

Trotz Kaufkraft-Dämpfung durch den seit geraumer Zeit zunehmenden Preisauftrieb weiteten die privaten Haushalte ihre Konsumnachfrage im 1. Quartal gegenüber dem 4. Quartal erneut um 0,2 Prozent aus.

Für 10. Juni plant das Wifo das Update zur BIP-Entwicklung im 1. Quartal. Ihr nächste vierteljährliche Konjunkturprognose legen Wifo und Institut für Höhere Studien (IHS) am 2. Juli vor.