Erstellt am 31. August 2013, 10:46

Heuer 2,4 Mio. Hektoliter Wein in guter Qualität. Gute Traubenqualität und starke Verrieselungsschäden hat es bei der heurigen heimischen Weinernte gegeben.

Zum vierten Mal in Folge sei - heuer wegen ungünstiger Witterung in der Blütezeit und einer langen Trockenheit mit Hitze in der Vegetationsphase - eine leicht unterdurchschnittliche Weinmenge zu erwarten. Erwartet wird laut Landwirtschaftskammer eine Ernte von 2,4 Mio. Hektoliter Rebensaft. Verrieselungsschäden sind Probleme bei der Befruchtung der Weinpflanze. Zu diesen kam es heuer verstärkt, weil es rasche Wechsel von enormer Hitze zu nasskalter Witterung gab, so die Landwirtschaftskammer. Hauptbetroffen ist hierbei der Grüne Veltliner bzw. Gebiete entlang der Donau wie die Wachau sowie das Krems- und Kamptal.

Gelitten haben auch Junganlagen und Weingärten mit seichtem und durchlässigem Boden. Bei diesen Anlagen habe der Regen der vergangenen Tage aber noch geholfen.

Lese hat bereits begonnen

Im Burgenland im Seewinkel ist die Lese von Frühsorten vor allem für Sturm bereits angelaufen. Die Hauptlese im östlichsten Bundesland wird für Mitte September erwartet. In Niederösterreich und der Steiermark werde diese Anfang Oktober starten.

Hagelschäden gab es heuer im Ausmaß von 5 Mio. Euro. Insgesamt waren von Mai bis Ende August 2.500 Hektar betroffen - in Niederösterreich und dem Burgenland jeweils mehr als 1.000 Hektar, in der Steiermark 200 Hektar. Dafür gab es - vor allem im Vergleich zum "historischen Frostjahr 2012" - heuer keine nennenswerten Frostschäden.

In der Neuregelung zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU gibt es ab 2016 neue Spielregeln im Weinbereich. Beispielsweise müssen Weinbaubetriebe, die dann neue Weinbauflächen auspflanzen wollen, eine Autorisierung einholen. Dabei darf die Weinbaufläche eines Mitgliedslandes insgesamt aber nicht mehr als um ein Prozent anwachsen. Insgesamt könne die Weinwirtschaft in Österreich mit den neuen Regeln gut leben, so die Landwirtschaftskammer.