Erstellt am 16. Juni 2011, 10:06

Hilfspaket für Griechenland frühestens im Juli. Das neue Rettungspaket für Griechenland kann wegen des Streits über den Beitrag der privaten Gläubiger nach Informationen aus EU-Kreisen frühestens Mitte Juli geschnürt werden.

Das neue Rettungspaket für Griechenland kann wegen des Streits über den Beitrag der privaten Gläubiger nach Informationen aus EU-Kreisen frühestens Mitte Juli geschnürt werden. Beim EU-Gipfel in der kommenden Woche werde es keine konkrete Festlegung geben, sagten mehrere mit den Beratungen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters in Brüssel.

Deutschland besteht auf eine "substanzielle, verlässliche" Beteiligung des Privatsektors, wie der Sprecher von Finanzminister Schäuble am Mittwoch in Berlin bekräftigte. Viele Euro-Länder betrachteten den deutschen Vorschlag aber als zu riskant, hieß es in EU-Kreisen mit Blick auf die Diskussion in der Eurogruppe am Dienstag. Es laufe auf ein Modell mit einer nicht verpflichtenden Zusage der Investoren hinaus, griechische Staatsanleihen zu halten oder zu kaufen.

Beim EU-Gipfel am 23./24. Juni werde es voraussichtlich nur eine Erklärung geben, dass die Euro-Zone und die EU zur Unterstützung Griechenlands bereit seien und auch die privaten Investoren beteiligt werden sollen. Doch es werde dazu keine Zahlen oder Einzelheiten geben, sondern nur den Auftrag an die Finanzminister, bis zum Juli eine Lösung zu finden. Damit solle sichergestellt werden, dass der Internationale Währungsfonds der Auszahlung der dringend benötigten nächsten Kredittranche über 12 Mrd. Euro im Juli zustimmen könne. Der Fonds verlangt allerdings, dass die Finanzierung Griechenlands in den nächsten zwölf Monaten sichergestellt ist.