Erstellt am 02. August 2013, 08:20

Hochwasser kostet Allianz mehr als 700 Mio. Euro. Das Hochwasser in Österreich, Deutschland und den angrenzenden Ländern hat bei den Kunden von Europas größtem Versicherer Allianz mehr als 700 Mio. Euro an Schäden verursacht.

"Gut 50.000 Kunden haben uns bisher Schäden gemeldet, von denen wir bereits 32.000 reguliert haben", sagte Finanzvorstand Dieter Wemmer am Freitag in München bei der Vorlage der Quartalszahlen.

In den Flutgebieten 300 Mitarbeiter vor Ort

300 Mitarbeiter seien im Juni in die Flutgebiete geschickt worden, um dort zu helfen. Die auf rund 730 Mio. Euro geschätzten Leistungen an die Versicherten übertreffen die erste Schätzung der Allianz von Mitte Juni deutlich. Damals war sie von mehr als 500 Mio. ausgegangen. Branchenweit schätzt die Münchener Rück den versicherten Schaden auf gut 3 Mrd. Euro.

Bei der Allianz selbst bleibt aber sogar weniger hängen als damals gedacht. 329 Mio. Euro statt der veranschlagten 350 Mio. muss der Münchener Versicherer selbst tragen, den Rest decken Rückversicherer ab.

Insgesamt schlugen Naturkatastrophen im zweiten Quartal mit 550 Mio. Euro zu Buche - ein Jahr zuvor waren es nur 174 Millionen. Trotzdem sank die Schadenquote im Sachversicherungsgeschäft der Allianz auf 67,3 von 69,4 Prozent.