Erstellt am 07. Januar 2013, 09:30

Hoher Diesel-Pkw-Anteil in Österreich. Österreich ist das Land der Selbstzünder. Pro 1.000 Einwohner gibt es in Österreich doppelt so viele Diesel-Pkw wie in Deutschland und drei Mal so viele wie in der Schweiz, rechnete am Montag der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) vor.

Im Bundesländer-Vergleich ist im Burgenland der Diesel-Anteil am höchsten und in Vorarlberg und Wien am niedrigsten. Im Rückblick hat sich die Zahl der Diesel-Pkw in Österreich seit dem Jahr 1995 verdreifacht. Und der Trend hält an, 2012 gab es gegenüber dem Vorjahr wieder einen Zuwachs. Insgesamt fahren 2,57 Millionen Diesel-Autos in Österreich.

VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen gab zu bedenken, dass der Dieselboom ein "Gesundheitsrisiko" darstelle. "Ältere Diesel-Pkw verursachen hohe Feinstaub-Emissionen. Rund 1,7 Millionen Diesel-Pkw in Österreich haben keinen serienmäßig eingebauten Partikelfilter", so Rasmussen. Außerdem würden Diesel-Pkw drei Mal so viele Stickoxide wie Benzin-Pkw ausstoßen. "Stickoxide schädigen die Atemwege und können Herzkeislauf-Erkrankungen verursachen", betonte die Expertin des Verkehrsclubs.

Einmal mehr kritisierte der VCÖ, dass Diesel gegenüber Benzin durch eine um 8,5 Cent pro Liter niedrigere Mineralölsteuer steuerlich begünstigt wird.