Erstellt am 23. Juli 2013, 13:03

Hotellerie sieht "Ernte" schon eingefahren. "Der Großteil der Ernte ist dank der Wintersaison heuer schon eingefahren. Im Gesamtjahr wird es sicher ein Nächtigungsplus geben, auch wenn es im Sommer ein Minus geben sollte."

Das sagte Ennemoser, Obmann des Hotellerie-Fachverbandes, obwohl es von Jänner bis Mai nur einen verhaltenen Nächtigungszuwachs gab. Im Vergleichszeitraum zum Vorjahr wurde mit 58,34 Mio. um 1,1 Prozent öfter genächtigt. Die Österreich Werbung, "die super arbeitet", müsse unbedingt mehr Mittel erhalten. Das Budget müsse im kommenden Jahr auf "zumindest 59 Mio. Euro" erhöht werden, nach 51,8 Mio. Euro 2013 und über Jahre zuvor. 25 Prozent der Mittel kommen aus der Wirtschaftskammer, der Rest vom Bund. Heuer sollen noch eigens "mindestens 3 Mio. Euro" in Marketingmaßnahmen für den Winter fließen, forderte der Fachverbandsobmann.

"Die Österreich Werbung wäre auch breiter aufstellbar, man könnte die ÖBB oder die AUA miteinbinden, sie profitieren doch von Reisen der Touristen."Österreich habe "tolle Produkte" aber an der Vermarktung hapere es trotz guter Arbeit der Österreich Werbung - sie sei "ein schönes Kind in armer Kleidung", so Ennemoser.

Die nochmals genau erläuterte Nächtigungsstatistik des vergangenen Jahres bietet übrigens womöglich manche Überraschung: Die meisten Inländernächtigungen haben beispielsweise nicht etwa die Tourismus-Flaggschiffe Tirol oder Salzburg - alleine für 53,1 Prozent aller Nächtigungen verantwortlich - erzielt, sondern die Steiermark mit 7,0 Millionen. Tirol, mit 44,3 Mio. Nächtigungen unangefochten vor Salzburg (25,2 Mio.) an der Spitze, verzeichnete zum Vergleich nur 3,9 Millionen Inländer-Übernachtungen. Von den österreichweit 131,0 Mio. Nächtigungen (plus 4,0 Prozent) entfielen 95,1 Mio. (plus 4,8 Prozent) auf nicht-österreichische Gäste.