Erstellt am 28. April 2011, 20:13

Hypo-Bank Burgenland in schwarzen Zahlen. Die Bankengruppe der Grazer Wechselseitigen Versicherung (GraWe), an deren Spitze die Hypo-Bank Burgenland steht und zu der unter anderem auch die Capital Bank, die Security KAG und die Sopron Bank Burgenland zählen, konnte 2010 mit schwarzen Zahlen abschließen.

 |  NOEN, www.BilderBox.com (www.BilderBox.com)
Im vorangegangenen Geschäftsjahr hatte der verlustreiche Verkauf der Beteiligung an der Kärntner Hypo Alpe Adria Bank (HAAB) noch einen Verlust von 264,5 Mio. Euro verursacht.

Der Ausstieg aus der Kärntner Hypo schlug sich im Vorjahr mit 293,1 Mio. Euro negativ auf das Ergebnis nieder. Die Hypo-Bank Burgenland alleine schloss 2010 mit einem Überschuss von 11,6 Mio. Euro nach einem Verlust von 187,7 Mio. Euro ab.

Mit rund 528 Mio. Eigenmitteln, wovon das Kernkapital 430,1 (425) Mio. Euro ausmache, und einer Eigenmittelquote bezogen auf das Gesamtrisiko von 17,1 Prozent sei der Konzern die finanzstärkste Bankengruppe im Burgenland, teilte Vorstandsvorsitzender Christian Jauk am Donnerstag anlässlich des Feststellung des Konzernabschlusses in einer Aussendung mit. Bei der Bank Burgenland liege die Eigenmittelquote bei 16,7 Prozent.

Im Konzern ging der Nettozinsertrag leicht auf 70,0 (70,8) Mio. Euro zurück, das Provisionsergebnis verbesserte sich auf 42,2 (35,0) Mio. Euro. Die Risikovorsorgen für das Kreditgeschäft gingen auf 17,9 (20,7) Mio. Euro zurück. Das Finanzanlageergebnis verbesserte sich auf minus 9,3 (-295,4) Mio. Euro.

"Im kommenden Geschäftsjahr werden Liquiditätsszenarien maßgeblich die Strategie der Bankengruppe bestimmen", heißt es im Ausblick. Um eine tragfähige Refinanzierung in Zukunft sicherzustellen, gelte es, eine deutliche Steigerung der Spareinlagen und Retailemissionen, eine noch risiko- und margenadäquatere Kreditvergabe sowie eine Forcierung von deckungsfähigem Geschäft zu erreichen. Für den Spätsommer 2011 ist die Umstellung auf ein neues EDV-System geplant.