Erstellt am 29. September 2011, 15:57

Hypo braucht mehr Zeit für Kapitalaufbau. Der Chef der staatlichen Kärntner Hypo Alpe Adria Bank, Gottwald Kranebitter, hat am Donnerstag bestätigt, dass die Bank mehr Zeit braucht, um die neuen Vorgaben für wirtschaftliches Eigenkapital samt Risikopuffern zu erfüllen. Die Aufsicht hat der Bank bisher dafür eine Frist von März 2012 angesetzt.

Der Chef der staatlichen Kärntner Hypo Alpe Adria Bank, Gottwald Kranebitter, hat am Donnerstag bestätigt, dass die Bank mehr Zeit braucht, um die neuen Vorgaben für wirtschaftliches Eigenkapital samt Risikopuffern zu erfüllen. Die Aufsicht hat der Bank bisher dafür eine Frist von März 2012 angesetzt.

"Wenn wir die Lücke heute füllen könnten, hätten wir nicht notverstaatlicht werden müssen", sagte Kranebitter vor Journalisten in Wien. In einem Brief an die Finanzmarktaufsicht hat Kranebitter dargestellt, wie die Bank "aus eigener Kraft" die Lücke füllen wolle. Die Notenbank hat in einem Gutachten die Kapitallücke per Ende 2010 auf 1,5 Mrd. Euro beziffert, die Bank sieht weniger Bedarf.

Kranebitter stellte fest, dass er nicht um frisches Staatskapital ersuche, sondern um mehr Zeit.

In den nächsten Wochen fänden dazu Verhandlungen mit den Behörden statt. Wolle man jetzt Banken in Österreich, Italien oder Südosteuropa verkaufen, wäre dies Kapitalvernichtung.