Erstellt am 13. Oktober 2011, 13:42

Hypo kostet laut Fekter mehr als Griechen-Hilfe. Die Hypo Kärnten, für die der österreichische Steuerzahler schon bisher 1,5 Mrd. Euro berappt hat, wird von den Kosten her die künftigen Verluste aus der österreichischen Griechenland-Hilfe in den Schatten stellen.

"Tatsache ist, die Hypo kostet uns mehr als die Griechen", erklärte Finanzministerin Fekter bei einer Veranstaltung der Tiroler Tageszeitung in Wien.

Die Griechen seien nicht das eigentliche Problem, "die nehmen wir schon mit". Wirklich problematisch hingegen wäre es, wenn auch Italien ins Wanken käme, so Fekter: "Die Italiener auch noch aufzufangen, das kann nicht gehen."

Welche Kosten auf den Staatshaushalt auch bei einer "geordneten" Pleite Griechenlands zukommen, hat das Finanzministerium noch nicht beziffert. In den letzten 15 Monaten hat Österreich etwa 1,4 Mrd. Euro an bilateraler Hilfe an Athen überwiesen, bis Mitte November sollen (aus Österreich) weitere 158 Mio. Euro dazukommen.

Zusätzlich hält die staatlich garantierte Bad Bank der früheren Kommunalkredit (KA Finanz) etwa 1,2 Mrd. Euro an griechischen Staatspapieren, die ebenfalls an einem Schuldenerlass teilnehmen müssten. Derzeit wird im Markt mit einem "Haircut" von 50 bis 60 Prozent gerechnet. Die Hypo Kärnten soll nach Medienberichten bis 2013 weitere 3 Mrd. Euro brauchen, was vom Finanzministerium aber als spekulativ dementiert wird. Offizielle Zahlen sind auch über den erwarteten Hypo-Zuschussbedarf bisher nicht veröffentlicht worden.

Im allgemeinen sieht Fekter derzeit nicht die Notwendigkeit für neue Staatshilfen an die Banken. Geld dafür wäre aus dem früheren Bankenhilfspaket aber noch vorhanden. Von den 15 Milliarden Euro für Kapitalzuschüsse aus dem Bankenpaket 2008, seien noch 6 Milliarden Euro verfügbar, sagte Fekter bei der Abendveranstaltung am Dienstag.