Erstellt am 21. August 2012, 10:08

IG Fleisch kritisiert Flächenschwund durch Biogas. Nach der anhaltenden Kritik an Agrosprit rückt nun auch die Biogasproduktion in den Fokus. Die Interessengemeinschaft IG-Fleisch verweist darauf, dass für Biogas "mindestens die selbe Fläche" wie für Biosprit verwendet wird.

Die Biogasanlagen würden zudem durch die festgelegten Einspeisetarife eine wettbewerbsverzerrende Förderung im Vergleich zur Lebensmittelproduktion erhalten. "Wertvolles Dauergrünland wird umgeackert und für den Maisanbau für die Erzeugung von Biogas und Biosprit hergenommen, nicht wie oft fälschlich diskutiert für die Verfütterung unserer Tiere", kritisierte IG-Fleisch-Obmann Leo Steinbichler am Dienstag.

Landwirtschaftsminister Berlakovich will trotz massiver Kritik von NGOs weiter an der Einführung des Biosprits E10 im Herbst festhalten: Ja, das Ziel 1.10. sei technisch sehr ambitioniert, man versuche es aber dennoch zu halten, so ein Berlakovich-Sprecher am Montag. Ausgehend von der Dürre in den USA und den erwarteten Minderernten war in den letzten Wochen und Monaten massiv kritisiert worden, dass mit dem E10 immer mehr Getreide und Mais verspritet wird.