Erstellt am 19. Oktober 2016, 12:37

von APA Red

Weinwirtschaft sichert jeden 17. Job im Burgenland. Die Weinwirtschaft hat für das Burgenland eine wichtige ökonomische Bedeutung. Dies zeigt eine Untersuchung des Instituts für Höhere Studien (IHS), die am Mittwoch in Eisenstadt präsentiert wurde. Insgesamt 7.400 Menschen sind in der Weinwirtschaft tätig, dies entspricht über sechs Prozent der Beschäftigten.

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Durch den Wein werde eine Bruttowertschöpfung von 234 Mio. Euro generiert - 3,4 Prozent der burgenländischen Gesamtwertschöpfung. Untersucht wurde das Jahr 2014. Da die Ernte vor zwei Jahren allerdings gering ausgefallen ist, seien die präsentierten Zahlen als "pessimistisch" anzusehen, erklärte Wein-Burgenland-Geschäftsführer Christian Zechmeister. Die tatsächliche Wertschöpfung dürfte weit höher sein.

Profiteure der Weinwirtschaft sind laut Untersuchung vor allem der Handel, das Gastgewerbe und der Tourismus. Allein Weinverkauf und Gastronomie machen 177 der 234 Mio. Euro Bruttowertschöpfung im Untersuchungszeitraum aus. Für den Präsidenten des burgenländischen Weinbauverbandes, Andreas Liegenfeld, ist der Werbewert für das Burgenland durch den Wein ebenfalls von großer Bedeutung. Dieser wurde allerdings nicht erhoben.

Österreichweit gesehen wurden 2014 laut IHS-Studie 75.000 Arbeitsplätze durch die Weinwirtschaft gesichert, das sind 1,6 Prozent der österreichischen Beschäftigten. Die Bruttowertschöpfung lag bei 3,6 Mrd. Euro. Für den Fiskus bedeute dies mehr als 1 Mrd. Euro an Steuern und Abgaben, selbst nach Abzug der Subventionen in der Höhe von 230,6 Mio. Euro, so Zechmeister.

Erfreut über die Ergebnisse der Studie zeigte sich die burgenländische Agrarlandesrätin Verena Dunst (SPÖ). Der Schritt von Quantität zu Qualität sei im Burgenland gut gelungen. Sie wolle nun mehr junge Menschen motivieren in die Weinwirtschaft zu gehen. Das Burgenland hat derzeit rund 12.250 Hektar Rebfläche.