Erstellt am 29. Februar 2012, 14:40

Ikea soll Mitarbeiter bespitzelt haben. Das Möbelhaus Ikea soll in Frankreich Mitarbeiter und sogar Kunden systematisch bespitzelt haben.

Laut Medienberichten hatte die Sicherheitsleitung von Ikea Frankreich ein Abkommen mit privaten Sicherheitsleuten abgeschlossen, die dem Möbelriesen Informationen aus der zentralen Polizeikartei, aus der Kfz-Zulassungsstelle oder aus dem Führerschein-Register übermittelte.

Dabei seien nicht nur Bewerber vor ihrer Anstellung überprüft worden, sondern auch Gewerkschafter und Kunden im Falle einer geschäftlichen Auseinandersetzung. Ikea Frankreich wolle die Situation vollständig aufklären, sicherte das Unternehmen am Mittwoch in Paris zu. "Illegale Praktiken" würden klar abgelehnt, sollte es solche geben.

Gewerkschaftsvertreter wollten am Mittwoch Anzeige erstatten. Das Innenministerium kündigte seinerseits eine Untersuchung an, sobald Anzeige erstattet werde. Dabei könnte es darum gehen, wer sich Zugang zu den Daten in den offiziellen Dateien verschafft und Informationen möglicherweise illegal weitergegeben habe.