Erstellt am 22. Februar 2013, 02:27

Im Telekom-Prozess kann am Freitag Urteil fallen. Im Telekom-Prozess rund um Korruption und Kurs-Affäre könnte am Freitag, am siebenten Verhandlungstag im Wiener Straflandesgericht, ein Urteil fallen. Der Prozess könnte aber auch noch weitergehen.

Abhängig ist das von der Entscheidung des Schöffensenats unter Vorsitz von Richter Michael Tolstiuk über Anträge der Verteidiger auf neue Gutachten und Zeugen.

Drei frühere Telekom-Vorstandsdirektoren, Ex-Generaldirektor Heinz Sundt und seine Kollegen Rudolf Fischer und Stefano Colombo, sind wegen schwerer Untreue mit über 10 Mio. Euro Schaden für die Telekom Austria angeklagt, der frühere Prokurist Josef Trimmel und der Euro Invest-Bank-Broker Johann Wanovits sollen Beihilfe geleistet haben. Den Angeklagten drohen bis zu zehn Jahre Haft.

Laut Anklage bezahlten die angeklagten Ex-Vorstände dem Broker fast eine Million Euro, weil er im Jahr 2004 den Aktienkurs über die entscheidende Schwelle hob, die das Manager-Optionsprogramm auslöste und ihnen hohe Prämien brachte. Fischer hat ein Teilgeständnis abgelegt, die anderen weisen die Vorwürfe zurück. Die Anklage stützt sich auf Aussagen von Gernot Schieszler, der den Kronzeugenstatus anstrebt.