Erstellt am 19. März 2012, 15:00

Immobilien-Handel 2011 verlangsamt. In Österreich wurden 2011 etwas weniger Immobilien gekauft und verkauft als im Boomjahr 2010.

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Die Zahl der tatsächlich verkauften und verbücherten Immobilien - also Grundstücke, Häuser, Eigentumswohnungen, etc., die auch ins Grundbuch eingetragen wurden - sank um 3,2 Prozent auf 90.814, ihr Gesamtwert ging um 4,8 Prozent auf 16,42 Mrd. Euro zurück, hat der Immobilienmakler Remax errechnet.

Remax-Austria-Chef Bernhard Reikersdorfer erwartet auch infolge des geplanten Sparpaketes der Bundesregierung keine gravierenden Auswirkungen für den heimischen Immobilien-Markt: "Lediglich bei den Vorsorgewohnungen ist mit einer leichten Abkühlung zu rechnen", hieß es am Montag.

Am häufigsten wurden im Vorjahr mit 32.593 Einheiten Eigentumswohnungen gehandelt. Danach folgten 24.617 Gebäude (inklusive 9.671 Einfamilienhäuser), 22.221 Grundstücke, 3.125 Waldgrundstücke, 2.186 Landwirtschaften, 1.541 Pkw-Abstellplätze, 857 ausgewiesene Gewerbeobjekte und 630 Weingärten und 491 Zinshäuser.

Bei den Kaufsummen lag Wien mit 4,64 (2010: 4,93) Mrd. Euro weit vor allen anderen Bundesländern. Die Summe entsprach mehr als 28 Prozent der gesamten Kaufsummen. Danach folgte Niederösterreich mit 2,68 Mrd. Euro, Oberösterreich mit 2,05 Mrd. Euro und die Steiermark mit 1,84 Mrd. Euro. Auf Tirol entfielen elf Prozent und auf Salzburg 8,6 Prozent der gehandelten Immobilien-Werte. Das Schluss-Trio bildeten wie schon in den Jahren zuvor Kärnten, Vorarlberg und das Burgenland.

Bei der Anzahl der Immobilienkäufe blieb Niederösterreich mit 20.449 weiter an der Spitze. In Wien schwang das Pendel nach dem exorbitanten Mengenzuwachs von 18,7 Prozent im Jahr 2010 wieder um 8,6 Prozent zurück auf 14.613.

Das teuerste Pflaster für Eigentumswohnungen ist weiterhin Wien Innere Stadt, wo im Schnitt für einen Quadratmeter 6.203 Euro berappt werden mussten, ein Plus von 3,1 Prozent. In den Bundesländern führt erwartungsgemäß Kitzbühel mit einem Quadratmeterpreis von 3.354 Euro, ein Plus von 15,1 Prozent. Das billigste Bundesland war das Burgenland mit 1.347 Euro pro Quadratmeter.