Erstellt am 20. März 2012, 12:45

Immobilienpreise stiegen 2011 ungebremst weiter. Der "Run" auf Immobilien hat auch 2011 angehalten. Aus Sorge um die weitere Geldwertentwicklung infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise greifen die Österreicher auf handfeste Investitionen in Form von Immobilien zurück.

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Der Preis für Eigentumswohnungen erhöhte sich im Jahresabstand österreichweit um durchschnittlich 1,2 Prozent. Gebrauchte Wohnungen kosten um durchschnittlich 2,7 Prozent mehr.

"Der Markt ist ausverkauft", so der Geschäftsführer der Immobilienplattform Immobilien.net, Alexander Ertler. Vor allem in den innerstädtischen Regionen und in den Speckgürteln von Ballungszentren verteuerte sich der Wohnraum - besonders stark legten die Preise in Vorarlberg und Tirol zu. Für Häuser waren dort beispielsweise um mehr als zehn bzw. 13 Prozent mehr zu berappen. In Salzburg und der Steiermark kam es zu einem Anstieg um mehr als 10 Prozent. Österreichweit verteuerten sich Einfamilienhäuser in Österreich um 6,4 Prozent. Etwa 80 Prozent der Hauskäufer suchen eine stadtnahe Lage. Bei entsprechender Infrastruktur wird im Umkreis von 20 Kilometern gesucht.

Die Nachfrage nach Grundstücken erhöhte sich in den vergangenen zwei Jahren um mehr als 40 Prozent - die Preise zogen im Jahresvergleich 2010/11 österreichweit um 3,5 Prozent an.

Neuwertige Eigentumswohnungen kosteten im Vorjahr in Oberösterreich und in Tirol um 5,4 bzw. 3,9 Prozent mehr, in Salzburg und Kärnten stiegen die Preise um 3,5 bzw. 3,3 Prozent. Etwas leichtere Erhöhungen gab es im Schnitt in Vorarlberg (plus 1,8 Prozent), Wien (plus 1,2 Prozent) und der Steiermark (plus 1,1 Prozent). Stabil war die Entwicklung in Oberösterreich und im Burgenland. Generell waren für Eigentumswohnungen in den westlichen Bundesländern mehr zu bezahlen als im Osten - mit Ausnahme von Wien.

In der Bundeshauptstadt zogen die Kaufpreise vor allem in den Bezirken Margareten, Neubau, Simmering und Hernals im zweistelligen Bereich an. Innerhalb des Gürtels (ohne Innere Stadt) kosten Wohnungen im Schnitt bereits 3.979 Euro pro Quadratmeter, in Simmering hingegen nur 1.831 Euro.